Wissenswertes über ätherische Öle und ihre Anwendung

Praktisches für Ihre Gesundheit aus der Aromatherapie.

Wer heute etwas von ätherischen Essenzen hört, denkt nicht mehr nur an die Raumbeduftung sondern auch an die Wirkkraft welche sich in den kleinen Fläschchen verbirgt. Ätherische Öle das ist Natur pur in ihrer ganzen Wirkintensität.  Sie finden Verwendung in ganz unterschiedlichen Produkten, bei Erkältungskrankheiten werden sie oft eingesetzt, aber auch in der Kosmetikindustrie. Leider werden Wirkstoffe heute viel zu oft synthetisiert, mit den ätherischen Essenzen können sie jedoch sicher sein Natur pur zu erhalten, vorausgesetzt sie achten auf Öle aus biologisch kontrolliertem Anbau.

 

Und so nutzen Sie ätherische Öle:

Duftlampe:

Die wohl bekannteste Methode ätherische Öle zu verwenden. Beachten Sie bitte immer auch die Größe eines Raumes.

Träufeln Sie 4 – 8 Tropfen in das Gefäß der Duftlampe, der Duft verteilt sich nach anzünden der Kerze durch die Wärme sehr schnell und gleichmäßig im Raum.

Luftbefeuchter:

Anzuwenden wie bei der Duftlampe. Sie geben hier die Tropfen in den Luftbefeuchter der an der Heizung hängt oder sich in Nähe einer Wärmequelle befindet. Auch hier wird der Duft sanft durch die Wärme im Raum verteilt.

Vorsicht! Ätherische Öle niemals gegen offene Flammen sprühen!

Badezusatz:

Lassen Sie sich ein Bad ein, möglichst nicht zu heiß da die Öle sonst zu schnell verduften. Für ein Vollbad genügen 10 – 20 Tropfen. Lösen Sie die Öle in einem kleinen Glas oder Eierbecher mit Honig, Kondensmilch, Sahne oder Salz (z.B. Himalaya Kristallsalz oder ähnliches) auf. Keine Sorge mit Honig er macht keine klebrige Haut, er hat noch zusätzlich Haut pflegende Eigenschaften.

 

Wenn Sie Zitrusöle verwenden, verwenden Sie zu Beginn nicht mehr als 5 Tropfen, da diese zusammen mit dem warmen Wasser, die Haut reizen können, besonders wenn sie nicht mehr ganz frisch sind.


Badewassertemperatur:

Bäder werden in unterschiedlichen Temperaturen angewendet

- 40-45 Grad Celsius: heiß

- 38 – 40 Grad Celsius: sehr warm

- 36 – 37 Grad Celsius: warm

- 34 – 36 Grad Celsius: indifferent (bedeutet dass im ersten Moment nicht wahr genommen wird ob das Wasser warm oder kalt ist)

- 30 – 33 Grad Celsius: kühl / lau

- unter 30 Grad Celsius: kalt

- 18 – 22 Grad Celsius: kalt

- 12 – 18 Grad Celsius: leitungswasserkalt

-10 – 15 Grad Celsius: brunnenkalt

Menschen die unter einer Herz-Kreislaufschwäche leiden, sollten keine Vollbäder durchführen. Hier sind Fußbäder, oder Wickel empfohlen.


Wickel und Kompressen:

Ein Wickel umhüllt einen Körperteil vollständig. Egal welchen Körperteil Sie abdecken möchten, gehen Sie wie folgt vor:

Geben Sie auf 1 Liter Wasser 3-5 Tropfen ätherisches Öl. Tränken Sie ein Baumwolltuch darin und wringen Sie es gut aus. Legen Sie es dann auf die Betreffende Körperstelle. Das Ganze dann mit einem Wolltuch oder Rohwolle abdecken, gegebenenfalls noch eine Wärmeflasche verwenden um die Wärme zu halten. Empfiehlt sich besonders bei Wadenwickel die über Nacht wirken sollen.

Teilbad / Fußbad:

Hier geben Sie auch 3-5 Tropfen ätherisches Öl, welches Sie vorher mit einem Emulgator (siehe Badezusatz) vermischt haben, auf einen Liter Wasser. Baden Sie dann Ihre Füße/ Unterschenkel oder Arme.

Trockene Inhalation:

Geben Sie auf ein Taschentuch oder ein Wattepad 4 – höchstens 10 Tropfen ihrer Öle Mischung oder von ihrem Lieblingsduft; halten Sie dies vor die Nase und atmen Sie tief ein. Eignet sich besonders abends bei innerer Unruhe wenn man bereits im Bett liegt.

 

Innere Einnahme:

Nur nach Rücksprache.

 

Haltbarkeit und Lagerung ätherischer Öle

Die meisten Aromaöle bleiben zwischen 5 und 10, manche sogar bis zu 20ig Jahren haltbar. Besonders gute Holzöle reifen mit den Jahren und werden erst mit der Zeit so richtig gut, ähnlich wie bei einem guten Wein.

 

Zitrusöle jedoch haben ein sehr schnelles Verfallsdatum, diese Öle sind in der Regel nur 12 – 18 Monate haltbar lagern Sie diese kühl und dunkel.

 

Ist ein Öl milchig eingefärbt, ist es verdorben und sollte nicht mehr auf der Haut angewendet werden!

 

Ätherische Öle sind nicht ohne Nebenwirkungen

Bedenken Sie bitte, dass es Ätherische Öle gibt, die sich nicht für jeden Menschen eignen.

Besonders vorsichtig sollten Menschen mit Herz-Kreislaufschwäche, Epileptiker, Schwangere und Menschen sein die homöopathische Mittel einnehmen. Auch für Kinder eignet sich nicht jedes Öl!

 

Ätherische Öle und der Organismus

So werden die ätherischen Öle von unserem Organismus aufgenommen, verarbeitet und wieder ausgeschieden:

Über die Haut, in die Lymphe, in unser Blut, in das Muskelgewebe, wieder zurück in den Blutkreislauf, verteilt sich auf Organe  und wird über die Lunge und die Blase wieder ausgeschieden.

Luft (beim verdampfen/einatmen)

–        in die Lunge, in die Bronchien, Alveolen Kapillaren, das Blut, die Arterien und Venen, in unsere Organe gereinigt über die Lunge und Niere verlassen sie den Körper über die Haut und die Blase .

–        Nase in das Gehirn, überträgt sich auch auf unser vegetatives Nervensystem, Hormone und unsere Gefühlswelt

Bei der innerlichen Einnahme über den Mund, gelangen sie in den Magen, in den Dünndarm, in den Dickdarm und werden mit dem Stuhlgang ausgeschieden.

 

 

Erkältungskrankheiten:

Hier kann ich ein ganz besonderes ätherisches Öl empfehlen: Manuka. Mischen Sie Teebaum und Manuka zu gleichen Teilen, so erhalten Sie ein natürliches Antibiotikum welches sich auch zur innerlichen Einnahme empfiehlt. Geben Sie bei Entzündungen 2-3 Tropfen Manuka, oder die Mischung zu einem Emulgator (Honig, Sahne o.ä.) und belassen Sie die Mischung eine Zeit lang im Mund, dann schlucken. 2-4 mal täglich. Manuka gibt es auch als Honig.

Manuka eignet sich auch für ein Erkältungsbad, besonders für Herzpatienten  empfohlen, aber auch zur Inhalation.

Ätherische Öle bei Erkältungskrankheiten: Manuka, Teebaum, Pfefferminze, Minze, Eukalyptus, Zirbelkiefer,  Zeder.

Anwendung und Dosierung wie oben beschrieben.

Zum Einreiben auf die Brust -für Erwachsene und Jugendliche, können Sie auch auf einen Esslöffel Trägeröl (z.B. Mandelöl)  Tropfen der Essenz geben. Vor dem Schlafengehen auftragen – das macht die Nase frei.  Beginnen Sie mit einem Tropfen und verwenden Sie nicht mehr als 3 Tropfen. Waschen Sie sich danach gut die Hände und bringen Sie die Öle nicht in die Augen!

 

Leichte Verbrennung und Sonnenbrand:

Hier empfehlen sich Lavendel, Teebaum, Kamille, Geranium und Manuka.

In kurzen Abständen werden die betroffenen Stellen mit unverdünntem Lavendel (oder Manuka ect.) betupft. Sie wirken antispetisch, fördern die Wundheilung und  lindern den Schmerz.

Diese Lotion hilft bei Sonnenbrand: Geben Sie 15 Tropfen Lavendel (oder Kamille) und 5 Tropfen Teebaum (oder Manuka) auf 100ml Trägeröl (z.B. Mandelöl) und tragen Sie die Mischung sanft auf.

 

Abwehrschwäche:

Um ein geschwächtes Immunsystem wieder auf Vordermann zu bringen, eignet sich neben einer ausgewogenen Ernährung folgende Behandlung mit ätherischen Ölen:

Nehmen Sie ein Vollbad: 3 Tropfen Lavendel, 3 Tropfen Teebaum oder Manukaöl und 2 Tropfen Zitronenöl auf einen Emulgator geben (z.B. ½ Becher Sahne) und geben Sie die Mischung in das bereits eingelaufene Badewasser. Achten Sie auf die Temperatur, das Bad sollte nicht wärmer als 37°C betragen und baden Sie 20 Minuten. Danach gönnen Sie sich unbedingt Ruhe.

Eine Immunstärkendes Lotion können Sie wie folgt herstellen: 7 Tropfen Manuka, 7 Tropfen Teebaum, 6 Tropfen Zitrone, 6 Tropfen Lavendel und 2 Tropfen Ingwer oder Pfeffer auf 100ml Trägeröl (z.B. Aprikosenkernöl). Diese Lotion sollten Sie gerade in der kalten Jahreszeit verwenden um Ihr Immunsystem zu stärken, von innen stärken Sie sich mit ausreichend frischem Obst und Gemüse.

 

Diabetischer Fuß:

Gerade Diabetiker müssen besonders auf Ihre Füße achten. Zwar sagt man –und das zu Recht- dass Barfuß laufen das gesündeste ist, für einen Diabetiker gilt dies jedoch nicht unbedingt. Die Schmerzgrenze bei Diabetiker liegt höher als bei Nicht-Diabetikern, die Verletzungsgefahr ist besonders erhöht außerdem heilt ein diabetischer Fuß nicht so schnell wieder ab wie ein gesunder Fuß.

Eine Lotion für den Diabetischen Fuß stellen Sie so her: 6 Tropfen Lavendel, 5 Tropfen Geranie, 5 Tropfen Bergamotte und 4 Tropfen Manuka auf ein Trägeröl (z.B. Aprikosenkernöl oder eine geeignete Mischung aus verschiedenen Trägerölen: 40ml Johanniskrautöl, 20ml Sheabutter oder Kakaobutter, 20ml Traubenkern- oder Sonnenblumenöl, 20mlö Jojobaöl und ca. 10 Tropfen Sanddornöl) oder, wer kein Öl mag kann die Mischung der Essenzen auch mit Weingeist  vermischen. Hier empfiehlt sich eine Blauglas oder Braunglasflasche mit einem Sprühkopfaufsatz.

 

Bleiben Sie gesund

Ihre

Petra Hanse

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Gesundheitsberaterin mit sozialem Engagement
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