Im Hier und Jetzt

Im Hier und Jetzt zur Ruhe kommen, im Hier und Jetzt leben wir. Im Hier und Jetzt sollst du sein. Denke nicht an gestern, denke nicht an morgen, denn darauf hast du keinen Einfluss. Im Hier und Jetzt sollst du zur Ruhe kommen, denn es ist die Ruhe, die dir hilft, es ist die Ruhe, in der du Kraft und Energie tankst. In der Ruhe liegt die Kraft.

 Diese Sätze sind wichtig und richtig. Aber sie sagen auch aus, dass man Kraft und Energie tankt. Sie bedeuten, dass wir aus der inneren Ruhe und somit der inneren Kraft und Energie uns weiter bewegen (sollen), wir verharren nicht im Hier und Jetzt, um so zu verweilen, sondern um weiter zu gehen.

 Die Ruhe soll uns helfen, unsere Gedanken zu ordnen, in uns zu gehen, wie wir uns entscheiden wollen, weiter zu gehen. Nicht in der Ruhe zu verharren, denn ein altes Sprichwort sagt auch: Wer rastet, der rostet.

 Wer im Hier und Jetzt verharrt und sich die Kraft und die Energie nicht zunutze macht, um lösungsorientiert seinen Weg weiter zu gehen, der wird keine Veränderung erfahren, der wird auch nichts verändern.

 Um zur Ruhe kommen zu können, kann man lernen, seine Gedanken abzuschalten, die uns am Leben selbst hindern. Den Kopf frei bekommen, nicht zu viel denken, bestenfalls die Sorgen, Ängste und Nöte zu vergessen, für diesen Moment der Ruhe, in welcher man in sich gehen, sich diese Zeit auch täglich einräumen sollte. Das kann man üben, und diese Zeit sollte man sich wirklich auch gönnen, denn ein freier Kopf hilft zum Beispiel beim Einschlafen.

 In diesen freien, ruhigen Momenten ist es uns möglich, Kraft zu tanken. Um weiter zu gehen. In diesen Momenten der Ruhe dürfen und sollen wir das Vergangene vergessen und nicht an die Zukunft denken. Es heißt aber nicht, generell zu vergessen, das ist der Unterschied.

 Wer vergisst, wird dieselben Fehler wieder machen, stellen Sie sich vor, Sie vergessen, wie man läuft, wie man rechnet, wie man schreibt und liest? Stellen Sie sich vor, Sie waren schon in Situationen, die Ihnen nicht gut taten, Sie kommen zwangsläufig immer wieder in Situationen, in welchen Ihnen Ihre Erinnerung helfen wird. Aus Fehlern wird man klug, aber nicht, wenn man sie vergisst. Man sollte daraus lernen, um es dann besser zu machen.

 Im Hier und Jetzt sind wir immer, es geht gar nicht anders, aber es ist ein Unterschied, ob man bei sich selbst ist oder außer sich. Wer sich aufregt, wer Kummer hat, der wird sich auch damit beschäftigen. Nur sollte man sich nicht von seinem Kummer und seinen Sorgen auffressen lassen, sich am Ende noch Menschen suchen, die mit in die Kerbe schlagen, dass man sich immer weiter aufregt, sich nicht im Hier und Jetzt in etwas hineinsteigern und so außer sich geraten. Sich nur aufregen im Hier und Jetzt über Dinge, die man nicht mehr ändern kann, sollte man nach Lösungen suchen, wie man es besser machen kann. Dies ist zukunftsorientiert. Und diese Orientierung beginnt im Hier und Jetzt. Diese Orientierung beginnt in der Ruhe, denn in der Ruhe finden wir die Kraft. Und zur Ruhe kommen kann man nur, wenn man sich diese auch gönnt und nimmt.

 Zu viele Sorgen machen auf Dauer krank. Erst seelisch, dann körperlich. Gleiches gilt für Stress, wer permanent auf Hochtouren fährt und sich keine Zeit für sich gönnt, der wird früher oder später unter chronischer Schlaflosigkeit leiden. Der Schlaf ist aber Heilung. Im Schlaf regenerieren sich die Zellen, und zu einem gesunden Schlaf können viele Faktoren beitragen. Zum einen das Lernen, den Kopf frei zu bekommen, nicht durch Berieselung, dies wäre lediglich eine Ablenkung, sondern sich gedankenlos machen,  zum anderen körperliche Betätigung. Menschen, die sich aufgeregt haben oder wütend sind, laufen sich oft ihre Wut von der Seele. Der nette Nebeneffekt: Man wird müde und kann so auch seinen Schlaf finden.

 Bei seelischer Belastung hilft es, sich Gutes zu tun, indem man in sich geht und im Hier und Jetzt hinterfragt, warum es einem schlecht geht. Betreiben Sie Ursachenforschung. Oft kommt man ganz schnell zu einem Ergebnis, hier sollte man aber unbedingt ehrlich mit sich sein, auch wenn es mal weh tut. Lassen Sie die Erkenntnis so stehen, und gehen Sie in die Ruhe, um Kraft zu sammeln, um gestärkt weiter gehen zu können. Nehmen Sie ein warmes Bad, schalten Sie bewusst Ihre Gedanken ab, oder hören Sie ein wenig Musik, am besten Musik, die keine Erinnerungen wachrufen und Sie wieder zum Grübeln anregen.  Stärkung holt man sich nicht über endlose Grübeleien meist über Angelegenheiten, die man ohnehin nicht (mehr) ändern kann, wenn dann kann man es nur besser machen. Zur Lösungsorientierung ist es wichtig zu wissen, was einem selbst gut tut und was nicht.

 Im Hier und Jetzt zu sein, heißt also nichts anderes, als Kraft zu tanken, um weiter gehen zu können. Sich selbst Gutes tun ohne sich von seinen schlechten Gedanken – die meist schlechte Gefühle in uns auslösen, nicht andere lösen diese Gefühle in uns aus –selbst dann nicht, wenn andere die Ursache sein sollten-, sondern wir sind es selbst- überrumpeln zu lassen. Verzeihen Sie anderen, die es verursacht haben, und verzeihen Sie sich selbst, dass Sie diese negativen Gefühle haben wachsen lassen. Man kann die Menschen nicht ändern, aber man kann sich ändern.

 Denken Sie bitte daran, dass es eine Übungssache ist, es funktioniert nicht sofort, aber wer sich täglich Gutes tut, wird in Zukunft Stresssituationen, Sorgen und Kummer besser verarbeiten können und fördert so seine Gesundheit. Lernen Sie Ihre Gedanken und somit auch Ihre Emotionen selbst zu bestimmen- dies ist der erste aber entscheidende Schritt, sich selbst lieben zu lernen, ein Mensch, der sich selbst liebt, bejaht sich selbst, bejaht das Leben, ist somit offen für positive Veränderung.

 Aus der Ruhe schöpfen wir die Kraft, um unser Leben lebenswert zu gestalten.

 Vielen Dank für Ihr Interesse

Ihre

Petra Hanse

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Gesundheitsberaterin mit sozialem Engagement
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