Energetisch bedingte Sanierungen

Verfasst von: admin am Januar 29, 2011 

Der CO2-Ausstoß  muss verringert werden. Umweltbewußt leben, umweltbewußt handeln, umweltbewusst sanieren, und wer es tut, wird subventioniert. Allerdings geht es hier nicht um die Eindämmung von CO2-Ausstoß, sondern darum, Lobbyisten noch mehr Geld in den Rachen zu schieben, auf Kosten der Mieter.

Um es kurz zu erläutern, CO2-Ausstoß ist zertifiziert. Wer also weniger Ausstoß produziert, kann den eingesparten Ausstoß an andere Energieträger verkaufen. Wer sich eine Solaranlage auf das Dach baut, tut mit Sicherheit das Richtige, dies wird auch bezuschusst, zumindest war das im Jahr 2006 noch so, aber es dient eben nicht der Reduzierung des CO2-Ausstoßes, sondern hier wird lediglich „verlagert“. Der CO2- Ausstoß bleibt der gleiche. Es ist pure Augenauswischerei.

Es verkauft sich gut, das sogenannte energieeffiziente Bauen, und nur darum geht es, auf Kosten der Umwelt, auf Kosten der Bürger, welche zur Miete wohnen, verdienen sich die Lobbyisten eine goldene Nase, und dies wird auch noch durch den Staat subventioniert. Und wer Geld bekommen kann, um dadurch mehr Einnahmen zu erzielen, der greift natürlich gerne zu. Hier im besonderen die Hauseigentümer, die Wohnraum vermieten.

So erlaubt ein neues Gesetz durch den Senat erlassen, in Berlin den Vermietern ihre Wohnhäuser energieeffizient zu sanieren, es wird ihnen sogar empfohlen, die Vermieter, die sich dafür entscheiden, durch eine Finanzspritze zu unterstützen, schließlich tut man dies ja für die Umwelt. Die Kosten hierfür dürfen nun auf den Mieter übertragen werden. In Pankow wurden nach einer Sanierung die Mieten so bereits um 100% gesteigert. Die Mietervereine laufen Sturm, können hier jedoch lediglich, wenn überhaupt, eine geringere Mieterhöhung aushandeln. Lesen Sie hierzu:  http://www.mieterverein-berlin.de/magazin/online/mm0510/hauptmm.htm,

http://www.mieterverein-berlin.de/magazin/online/mm0510/051014.htm

Energie einsparen auf der einen Seite, Mieterhöhungen ins Unermessliche auf der anderen Seite, der Senat hat es „erlaubt“. Die Mieter werden nicht gefragt, es wird ihnen freigestellt auszuziehen. Und hier wird es wieder mal eng für all diejenigen, die sich eine 100%ige Mietsteigerung nicht leisten können, allen voran ALGII-Bezieher. Zwar gibt es auf Grund solcher Häusersanierungen durch die Job Center einen gewissen Bonus, wer in einem solch gut isolierten Haus lebt, aber dieser Bonus reicht nicht aus, um die immensen Kosten zu decken, was bleibt ist der Umzug, der dann wiederum von den Job Centern mitgetragen wird. Hier kann man fast schon sagen, gut für die, welche sich noch die Umzugskosten erstatten lassen können, schlecht für die, die gerade mal soviel verdienen, dass es eben mal so noch zum Leben reicht, nun aber dank der energieeffizienten Sanierung nicht mehr. Und wo sollen diese Menschen hin…?

Ob diese Rechnung überhaupt aufgeht, ist mehr als fraglich, für die Lobbyisten allemal, für die Vermieter ebenfalls, falls sie Mieter für ihre überteuerten Wohnungen finden. Die Menschen sparen ohnehin schon, wo sie nur können, gerade beim Energieverbrauch, der permanent am Steigen ist. Dies wiederum regt zum Sparen an, da bleibt es nicht lange aus, dass sich Geschäftemacher dann schnell ein Konzept überlegen, wie man nun die Energiekosten senken kann, was bei näherer Betrachtung jedoch lediglich eine Kostensteigerung an anderer Stelle bedeutet. Ja, durch eine energieeffiziente Sanierung der Altbauten funktioniert das. Ein wirklich toller Plan. Das hier nichts eingespart wird, liegt doch wohl klar auf der Hand, oder verbraucht jemand freiwillig 100% mehr Energie? Nein, die Menschen sparen, wo sie nur können, aber genau dies ist wiederum der Anhaltspunkt derer, für energieeinsparenden Wohnraum zu sorgen, um damit Geld zu machen, mehr ist es schlicht und ergreifend nicht. Augenauswischerei, Nepp, Bauernfängerei, Geldbeutelschneiderei.

Und unsere Politik spielt mit, eröffnet auch noch dieses Spiel um den Run der Wohnungen. Die Grünen vorneweg mit ihrer scheinheiligen Art dem Bürger noch immer glaubhaft machen wollend, dass sie die Partei der Umwelt sei. Die Grünen sind mittlerweile eine Partei wie jede andere auch, sie machen ihre Politik, ausgerichtet ebenfalls auf die Lobbyisten, und wer mehr für diese tut, hat auch gute Chancen bei den nächsten Wahlen ein besseres Ergebnis zu erzielen. Achten Sie mal bei den Landtagswahlen darauf, die da in diesem Jahr anstehen. Langsam kann man sich schon fragen, wo die „großen“ Parteien noch ihre Wähler finden, wenn man sich einmal die Gesamtstimmung im Land bewusst macht….

Vielen Dank für Ihr Interesse

Ihre

Petra Hanse

Interessante links:

http://www.wz-newsline.de/home/ratgeber/haus-garten/das-bringt-das-neue-mietrecht-1.1179479

http://www.sueddeutsche.de/geld/neues-gesetz-so-beschneidet-die-regierung-die-rechte-der-mieter-1.1550239

http://www.youtube.com/watch?v=z9QB-4mlyEo

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Gesundheitsberaterin mit sozialem Engagement
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