Wissenswertes zur Fußreflexzonenmassage

Massagen tun gut, sind entspannend und ausgleichend. Die Fußreflexzonenmassage ist eine von vielen Arten der Massage. In unseren Füßen finden wir unseren gesamten Organismus wieder und dementsprechend, kann die Fußreflexzonenmassage angewendet werden. 

Wie bei allen gesundheitlichen Aspekten und Anwendungen von Therapien gibt es jedoch auch bei dieser Form von Massageanwendung, einiges zu beachten. Zu den Indikationen sowie den Gegenanzeigen komme ich gleich noch ausführlich.

Unsere Füße, ein Abbild unseres Körpers.

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen mit geradem Rücken, aufrecht auf dem Boden, die Beine sind nach vorne ausgestreckt. Stellen Sie sich nun ihre Füße vor, aufrecht aneinandergelegt, die Ferse auf dem Boden, die Zehen nach oben zeigend. Diese beiden Bilder überlappen sich nun.

Das heißt, dort wo sich ihr Kopf befindet, sehen Sie Ihre beiden großen Zehen, die Innenseite der aneinander gestellten Füße, beschreibt unsere Wirbelsäule, Hüfte und Gesäß beschreiben die Ferse, die ausgestreckten Beine „verlängern“ sich in unsere Fußknöchel.

Das heißt, dass unsere großen Zehen beide Seiten unseres Kopfes ausmachen, welche in Augenhöhe abschließen. Die Fußsohlen beschreiben unseren Körper aus der Rückenansicht, die Oberseite unserer Füße, beschreibt unsere Körpervorderseite. Und dies mit all den darunter liegenden Körperorganen.

Aus der TCM (traditionelle chinesische Medizin) sind uns die sogenannten Meridiane bekannt. Diese Linien (Meridiane) ziehen sich längs von unserem Kopf über unseren gesamten Körper. Hier finden wir auch die wichtigen Punkte zur Akupressur. Bei der Akupressur werden Triggerpunkte aufgespürt um diese durchgezielte, ziemlich feste Akupressur, zu lockern. Die Energien, welche blockiert sind, können durch den Druck, wieder zum fließen gebracht werden. Das kann mitunter schmerzhaft sein. Patienten, die sich für eine Akupressurbehandlung entscheiden, berichten jedoch über sofortige Besserung der Beschwerden, unmittelbar nach der Behandlung.

Unser Körper wird nicht nur in Längszonen (Meridiane) unterteilt, sondern auch in Querzonen. Diese Querzonen sind bei der Fußreflexzonenmassage sehr hilfreich, da sich auch unsere Füße in diese Zonen aufteilen lassen. Sie dienen dazu, die entsprechenden Körperzonen besser einordnen, „erkennen“ und massieren zu können.

Die erste Zone beschreibt unseren Kopf und Halsbereich. Diese finden wir an unseren Füßen wieder im Bereich Zehen, bis etwa zur Mitte der Fußballen.

Die zweite Zone beschreibt unseren Brustbereich mit seinen Organen Lunge und Herz sowie den Oberbauch. An unseren Füßen (Fußsohle) geht dieser Bereich bis ca. in die Mitte unseres Fußes, von der Innenseite zur Außenseite abfallend beschreibend.

Die dritte Zone beschreibt den Unterbauch, Beckenzone sowie deren Organe und findet sich im unteren Drittel der Füße wieder.

Die Zonen für den Kopf- und Halsbereich finden wir also im Bereich der Zehen, für die Organe des Brustbereichs und Oberbauchs am Mittelfuß und für den Unterbauch und unseren Beckenraum auf der Ferse nahe dem Knöchel.

Diese Einteilung gilt auch für die Oberseite der Füße, wie bereits oben geschildert.

Bei der Massage kann unter Umständen eine bestimmte Stelle druckempfindlich reagieren. Durch etwas längeres Aufliegen kann der Schmerz gemildert werden, bestenfalls völlig abklingen.

Bei einer Erstbehandlung können Beschwerden welche sich am Körper bemerkbar machen, erst einmal verstärkt werden. Dies ist eine normale Reaktion des Organismus. Naturheilkundliche Therapeuten sprechen hier von der “Erstverschlimmerung“. Dies ist in der Regel ein gutes Zeichen, hier spricht der Massierte auf die Massagebehandlung an. Diese Stellen sollten jedoch unter keinen Umständen mit vermehrter Kraftanstrengung wegmassiert werden! Hier ist, ganz im Gegenteil, behutsam und mit Fingerspitzengefühl vorzugehen. Nach weiteren Massagen erfolgt in der Regel jedoch, relativ bald eine Besserung, bis hin zum vollständigen Abklingen der Beschwerden.

Die Massage dient lediglich einer Harmonisierung, keiner Heilung! Hier ist dringend auf folgenden Leitsatz, nach Prof. Dr. Dr. med. Horst Ferdinand Herget (1929-2001) zu achten, der die Reflexzonentherapie auf folgender Kernaussage zusammenfasste:

„Reflexzonentherapie heilt, was gestört ist, sie heilt nicht das, was zerstört ist“

 

Zum besseren Verständnis: Man unterscheidet zwischen Erkrankungen und Funktionsstörungen. Eine Funktionsstörung lässt sich mit Hilfe von Reflexzonenmassage unterstützend lindern, eine Erkrankung, zum Beispiel wenn Organe erkrankt sind, nicht. Eine Erkrankung gehört IMMER in die Hände eines Arztes. Reflexzonenmassagen bringen „Unterbrechungen des Gleichgewichts“ wieder in den Fluss, heilen jedoch keine vorhandenen organischen Erkrankungen und kann hier mehr Schaden anrichten, als Nutzen bringen.

Es empfiehlt sich immer, der Ursache auf den Grund zu gehen. Auch sollte man eine organische Erkrankung angeben, wenn man sich für die Reflexzonenmassage entscheidet – dies gilt übrigens für jede Behandlung mit Massagen, ein guter Therapeut wird Sie jedoch darauf aufmerksam machen und Sie vor der Behandlung befragen.

In der Regel spricht man von Funktionsstörungen, wenn sich keine körperlichen Befunde ergeben. Erst dann kann man von funktionellen Erkrankungen sprechen. Funktionsstörungen gehen nicht selten mit Schmerzen einher. Die Symptomatik ist also gegeben und hat rein gar nichts mit Einbildung zu tun. Hier kann durch Reflexzonenmassage Linderung geschaffen werden. Werden Funktionsstörungen zu späte behandelt, können sich diese mit der Zeit zu organischen Erkrankungen manifestieren. Hier darf man wieder von „Vorbeugen ist besser als heilen“, sprechen.

Allerdings haben auch Funktionsstörungen ihre Ursache, diesen sollte man auch auf den Grund gehen. Darunter fallen zum Beispiel schlechte Arbeitsbedingungen, Probleme in der Partnerschaft, ungesunde Essgewohnheiten, erhöhter Konsum von sogenannten Genussmitteln (Zigaretten, Alkohol, Kaffee …), oder aber auch: zu wenig Schlaf.

Bei folgenden Beschwerden hat sich die Reflexzonentherapie schon bewährt:

Stressfaktoren: permanente Überlastung, Überforderung, Schlafmangel, psychische Probleme, ungesunde Essgewohnheiten, erhöhter Konsum von Alkohol, Nikotin und anderen Drogen. Angstzuständen, Stress, Nervosität, Nervenschmerzen, Verdauungsbeschwerden, hormonelle Störungen, Atemwegserkrankungen, rheumatische Erkrankungen, Fibromyalgie, Gelenkschmerzen, Hauterkrankungen, Allergien, als Begleittherapie bei schweren Erkrankungen.

Ergänzend hat sich auch das Erlernen eines Entspannungsverfahrens bewährt. Bei funktionellen Erkrankungen des Magen-Darmtraktes Darmreinigungsverfahren oder Fastenkuren. Zur Stärkung des Immunsystems: Wassertreten, Wechselgüsse (nach Kneipp) Muskelkräftigung, Ausdauertraining oder Atemtherapie.

Es gibt jedoch auch Gegenanzeigen. Da sich die Reflexzonenmassage auf das Wiederherstellen der energetischen körperlichen Balance bezieht, bedarf es im Grunde genommen keiner weiteren Erklärungen mehr, wann auf eine solche Behandlung verzichtet werden sollte.

Hierunter fallen alle organischen Erkrankungen (nur nach Absprache mit dem behandelnden Arzt – insofern dieser sich mit der Reflexzonenbehandlung bzw. der Naturheilkunde, auskennt) wie zum Beispiel: Krampfadern im Fuß- und Unterschenkelbereich, hier kann es zu gefährlichen Thrombosen kommen. Infektionen und Geschwüre an Fuß und Unterschenkel, schwere Infektionen und Fieber, Erkrankungen, die einer Operation bedürfen, nach operativen Eingriffen, kolikartigen Beschwerden (Koliken müssen sofort ärztlich behandelt werden) aber auch bei Risikoschwangerschaften und starken Depressionen, sollten Reflexzonenmassagen nur nach Absprache mit dem behandelnden Arzt, wie bereits oben vermerkt, durchgeführt werden.

Bei der Fußzonenreflexmassage wird auf Öl und/oder Cremen verzichtet. Alles was man für eine gute Massage benötigt, sind feinfühlige Finger, hauptsächlich Daumen und Zeigefinger. Heute gibt es bereits sehr viele Reflexzonenutensilien zu kaufen, diese sind nicht zu empfehlen, da sie keine Hand ersetzen können. Ein guter Therapeut verwendet solche Hilfsmittel in der Regel nicht. Reflexzonenhilfsmittel eignen sich allenfalls zur Akupressur, hier können sie sogar sehr hilfreich sein.

Achten Sie bei der Fußreflexzonenmassage auch darauf, dass die Füße warm und trocken sind. Die meisten Fehler werden bereits hier gemacht. Ein kalter Fuß lässt sich nicht gut massieren, die Berührungen laufen, ähnlich wie auf einer starren Eisfläche, ins Leere und bringen dem Massierenden in der Regel keine Entspannung und somit auch keine Besserung. Wärmen Sie Ihre Füße gut auf, zum Beispiel mit einem Fußbad. Nach der Massage dürfen die Füße selbstverständlich mit einem pflegenden Öl eingecremt werden.

Nach der Behandlung sollten sie auch auf die nötige Nachruhe achten, 30 Minuten Nachruhe werden empfohlen.

Viel Spaß wünsche ich Ihnen bei der Massage, ob Sie sich diese selbst verabreichen, oder Ihre/n PartnerIn verwöhnen wollen, oder ob Sie sich in einer guten Praxis verwöhnen lassen wollen.

 Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen kleinen Einblick hinter die Kulisse der Fußreflexzonentherapie geben.

Bleiben Sie gesund

Ihre

Petra Hanse

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Gesundheitsberaterin mit sozialem Engagement
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