Zucker – Nahrung für die Krebszellen?

Schönredner, wenn es um den Zucker geht, gibt es immer wieder. Dennoch bleibt Zucker eines der Hauptbestandteile unserer Nahrung und somit Hauptverursacher in puncto Zivilisationskrankheiten.

Mag man der Werbung zu Süßigkeiten Glauben schenken, kann ein Mensch ohne Süßigkeiten nicht existieren. Die Werbeindustrie verpackt einen der größten Mitverursacher für Krebs und viele weitere Erkrankungen in schöne bunte Bilder, hinzu kommen verlockende Werbesprüche. Gesunde Vitamine in Form von Bonbons oder generell Süßigkeiten und Süßspeisen, welche mit Zucker (Haushaltszucker) angereichert sind, können jedoch Krebs verursachen und sogar dazu beitragen, ihn kräftig in seinem Wachstum zu unterstützen. Dies erzählt die Werbeindustrie uns natürlich nicht, zu gut läuft das Geschäft. 

Jeder Mensch trägt Krebszellen in sich. Unser Organismus ist im ständigen Wechsel und Austausch, Zellen werden gebildet, aufgebaut und sterben auch wieder ab. Krebs ist eine „entartete“ Zelle. Ist das Immunsystem angeschlagen, ist die Wahrscheinlichkeit an Krebs zu erkranken erhöht. Unser Immunsystem wehrt kranke Zellen ab, bzw. hält diese in Schach. Kommt es nun doch zu einer Krebserkrankung durch eine Zelle, welche die körpereigenen Abwehrkräfte nicht mehr unter Kontrolle halten können, wächst ein Tumor heran.

Das von dem Krebsforscher Dr. Croy nachgewiesene „TKTL-1“ Gen soll für das Wachstum und die Ausbreitung von Krebszellen verantwortlich sein. Für dieses Gen ist Zucker das wichtigste Nährmittel, entzieht man dieses, wird der Krebs an seiner Ausbreitung gehindert, so Dr. Croy.

Zucker ist mit das schädlichste Produkt, welches sich auf unserem Markt befindet.  

Dann gibt es noch den versteckten Zucker, dieser befindet sich überwiegend in Fertignahrungsprodukten.  Aber auch in sogenannten Wellness-Produkten. Ein Getränk, welches für die Gesundheit angepriesen wird, entpuppt sich nach genauerem Hinsehen als Zuckerbombe.

Zucker -Haushaltszucker- gibt den Krebszellen Nahrung und lässt diese wachsen und gedeihen.

Wie verhält sich der Zucker im Körper?

Es gibt den Haushaltszucker oder auch Industriezucker und den Fruchtzucker.. Traubenzucker geht über den Speichel sofort ins Blut, benötigt nicht lange um seine Wirkung zu zeigen, Haushaltszucker, ebenfalls ein seperatisiertes Kohlenhydrat geht nur leicht verzögert, aber immer noch sehr rasch in den Blutkreislauf über. Hier sorgt der Haushaltszucker (auch der Traubenzucker) dafür, dass der Blutzuckerspiegel in die Höhe schießt und somit die volle Energie auch an die Krebszellen abgegeben wird, worüber sich die Krebszelle „freut“

. Anders verhält es sich mit den Kohlenhydraten in zum Beispiel Vollkornbrot. Auch hier spricht man von Zucker jedoch durch die Beschaffenheit des gesamten Korns benötigt der Zucker (Kohlenhydrat) einen längeren „Weg“ bis dieser ins Blut abgegeben wird. Und hier sorgt er für die nötige Energieversorgung, um beispielsweise auch unsere Körpertemperatur konstant zu erhalten. Durch die kontinuierliche langsame Verstoffwechselung des Kohlenhydrats in Lebensmittel wird somit auch die Versorgung der Krebszellen verzögert und somit das Wachstum der Krebszelle erheblich eingedämmt.

Mit dem natürlichen Fruchtzucker verhält es sich wieder anders. Gilt herkömmlicher Zucker als Kohlenhydrat, so zählt Fruchtzucker zu den Alkoholen. Dieser wird über die Leber verwertet. Von hier gibt er die „Energie“ in das Muskelgewebe ab.  Zwar gibt Traubenzucker im ersten Moment auch einen „Kick“, dieser hält jedoch nicht lange vor, ebenso verhält es sich mit Industriezucker. Die Folge kann eine Zuckersucht werden.

 Wer allerdings ständig Heißhunger auf Süßes hat, sollte dies unbedingt bei seinem Arzt abklären lassen! Hier kann es sich auch um eine ernsthafte Erkrankung handeln, die in fachkompetente Hände gehört. Sie müssen nicht vollständig auf das Stück Schokolade verzichten, aber es sollte ein Genuss sein und genießen heißt nicht, sich Süßes in Massen über den ganzen Tag reinzustopfen.

Eine Alternative zum Süßen bietet Stevia. Stevia gibt es heute schon in verschiedenen Variationen. Es ist ähnlich einsetzbar, wie Haushaltszucker. Allerdings enthält es einen Bitterstoff, der den Genuss der Süße eher abgewöhnt, als das diese Alternative des Süßens für gut zu bezeichnen wäre. Manche Anbieter haben aber auch entbittertes Stevia im Angebot. Stevia hat null Kalorien und ein 300faches mehr an Süßkraft als herkömmlicher Zucker, ist also auch für Diabetiker geeignet. Als ich diesen Artikel verfasste, war Stevia als Lebensmittel noch nicht in Deutschland zugelassen. Heute gibt es Stevia im Handel und viele Seiten im Internet, mit vielen Rezepten. Auch sollen sich die Blätter der Steviapflanze als sehr gutes Süßungsmittel für Teegetränke eignen. Steviapflanzen gibt es auch auf verschiedenen Angebotsseiten im Internet, oder fragen Sie einfach einmal in ihrer Gärtnerei um die Ecke nach.

In einem gesonderten Artikel werde ich noch über weitere Alternativen zu Haushaltszucker, sowie zur Zuckersucht, informieren.

Krebs hat viele Ursachen. Er kann jedoch besser wachsen, wenn das Immunsystem angegriffen ist. Das Immunsystem gibt es im Prinzip nicht. Vielmehr ist es ein komplexes Zusammenspiel zwischen Körper und Geist. Eine sehr wichtige Rolle spielt jedoch unser Darm, denn über unseren Darm wird die Nahrung verwertet, man sagt auch im Darm befindet sich das Immunsystem. Wer sich ständig falsch ernährt, wird über kurz oder lang krank werden. Allerdings darf man hier unsere Seele nicht außer Acht lassen, die eine weitere wichtige Rolle im Zusammenspiel Körper und Geist spielt.  Ein Mensch, der ständig unter Stress steht, nicht zur Ruhe kommt, unter Schlafstörungen leidet,  begünstigt somit auch die Leistungsfähigkeit des Darms, denn die Hauptarbeit leistet er, während wir schlafen. Im Schlaf wird sozusagen unser Immunsystem aufgetankt. Durchfälle oder Verstopfung ohne eine erkennbare organische  Erkrankung sind mit ein Zeichen dafür, dass etwas nicht „stimmt“. Weder Durchfälle noch Verstopfung tun auf Dauer dem Organismus gut. Durchfälle sorgen für Mangelernährung, weil der Darm die wichtigen Nährstoffe ungefiltert wieder ausscheidet, und bei Verstopfung werden die Stoffe, welche der Körper nicht verwerten kann, zu lange im Körper behalten. Aber auch hier heißt es: Bitte von einem Arzt abklären lassen, es kann sich um eine Erkrankung handeln, die rechtzeitig erkannt, noch heilbar ist.

Sollten Sie zu den Risikopatienten gehören, welche eventuell auch genetisch vorbelastet sind, dann stellen Sie Ihre Ernährung um, am besten sofort. Verzichten Sie auf Haushaltszucker, und vermeiden Sie auch versteckte Fette, wie sie in abgepackten Wurstwaren zu finden sind.

Obst und Gemüse kann hier vorbeugend sein und sogar bei bereits vorhandener Krebserkrankung eine sinnvolle und überlebensnotwendige Maßnahme sein. Die in Obst und Gemüse enthaltenen Nährstoffe sowie die sekundären Pflanzenstoffe verhindern das Wachstum der Krebszellen.

Bleiben Sie gesund

Ihre

Petra Hanse

(Artikel, Petra Hanse, vom 10.04.2011 - überarbeitet August 2012)

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Gesundheitsberaterin mit sozialem Engagement
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3 Responses to Zucker – Nahrung für die Krebszellen?

  1. Melly says:

    Korrektur lieber Admin,
    Stevia hat Kalorien…
    Vergleich: 5 g Haushaltszucker – 20 kcal ~ 0,5 g Steviapulver – 2 kcal.

    1 g Steviapulver ersetzt 10 g Zucker. Steviapulver hat also die 10fache Süsskraft.

    Im Kaffee oder Tee mag ich Stevia gar nicht. Da bin ich leider auf Aspartam geeicht. Meine Backwaren – auch jetzt die Weihnachtsbäckerei, mach ich nur noch mit Stevia. Man schmeckt dort keinen Unterschied zu Zucker, es ist Kalorienärmer – was meiner Taille sehr gut tut – und wesentlich gesünder. Auch beim Kochen – Milchreis oder Griesbrei zum Beispiel – gibts bei mir nur noch mit Stevia. Gemotzt haben meine Kids einige Male… nachdem sie alles aufgefuttert hatten, und ich ihnen dann erzählte, dass ich mit Stevia gekocht – gebacken habe. ;-) Sie merken also selbst geschmacklich keinen Unterschied.

    • admin says:

      Danke für die Info :-)
      Bei meinen Recherchen fand ich überall 0 Kalorien. Wo kann man denn das nachlesen? Würde mich interessieren
      Allerdings fallen die Kalorien ja nicht so ins Gewicht… und bei Haushaltszucker steckt der Teufel ja leider im Detail… zu viele Nebenwirkungen. :-(

      Ich bevorzuge da Xylit als Zuckerersatz, wenn es unbedingt süß sein muss.
      Gibt es übrigens hier: http://www.xucker.de/

  2. Andreas says:

    Alle Zuckerersatzstoffe haben eins gemeinsam. Dem Körper wird süßes vorgegaukelt und er schüttet Insulin aus um den nicht vorhandenen Zucker ab zu bauen. Und nun? Ich bin für nicht raffinierten Rohzucker. Und… die Menge macht’s.
    War nicht sogar der Artikel über Aspartam auch von Ihnen?

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