Angelique und der Sonnenkönig- Buchrezension

Vor vielen Jahren schenkte mir eine ehemalige Arbeitskollegin ein paar Bücher. Unter den geschenkten Büchern befanden sich auch drei Bände von Anne Golon: Angelique.

 Mit dem Lesen dieser Bücher entbrannte meine Liebe zu Romanen auf historischem Hintergrund und diese Bücher, die ersten drei Bände die Anne Golon da schrieb, verzauberten mich nicht nur, sondern nahmen mich über Jahre hinweg voll in ihren Bann.

 Die Bücher entführen uns in die Welt des französischen Adels aber auch in die Armut und das Bürgertum des alten Paris. Die Figur der Angelique ist so phantastisch in die Geschichte eingesponnen, dass man den Eindruck bekommt, sie hätte tatsächlich gelebt. Anne Golon hat eine Gabe durch ihre detaillierten Beschreibungen einem diese Zeit so verblüffend nah zu bringen, dass man sich selbst schon als einen Teil durch die Figuren mit dieser Zeit verbunden fühlt. Noch heute komme ich ins Schwärmen, wenn ich an die Bücher denke, und habe sie mir kürzlich neu erworben. Man bekommt sie schon sehr günstig zu kaufen und wenn Sie mal wieder die Seele baumeln lassen wollen und sich in eine Zeit entführen lassen möchten, die so voller Widersprüchlichkeiten war, gleichfalls aber auch so bereichernd an Farben und Menschen, dann kann ich Ihnen diese Bücher wirklich nur wärmstens ans Herz legen. Geschichtlichen Hintergrund gibt es gratis dazu.

 Die Bücher spielen viel in der Kulisse von Versailles. Versailles durch Ludwig XIV zu Glanz und Gloria erweckt. All die Intrigen, Giftmorde und Liebeleien, die sich darin abspielten.

Ludwig XIV war es, der die Straßen von Paris erleuchten ließ, um den braven Bürgern die sichere Rückkehr in ihre Häuser zu gewährleisten und so den dunklen Gestalten, die sich des Nachts auf den Pariser Straßen tummelten, Einhalt zu gebieten. Schlechte Zeiten für Diebe und Gesindel. Dennoch Menschen, die auch nur überleben wollten und auch diese Menschen werden in den Büchern beschrieben, mal komisch, mal schrecklich, mal liebenswert.

 Anne Golon entführt den Leser geschickt in alle Facetten des alten Paris.

 Angelique, in eine verarmte Adelsfamilie hinein geboren, wuchs mehr als Landei auf, tobte durch die Natur und entfaltete ihren Eigensinn. Dieser brachte sie durch eine arrangierte Hochzeit mit einem Grafen, bis an den Hof, nach Versailles, zu Ludwig XIV dem Sonnenkönig.

 Die Bücher wurden auch verfilmt und liefen in den 60iger Jahren in den Kinos an. Sie waren der reinste Straßenfeger, denn alles stürmte ins Kino, um die Filme zu sehen. Nunja, wie das so mit Verfilmungen ist … sollten Sie einmal irgendwo sehen, dass diese Filme im Fernsehen gezeigt werden, dann rate ich Ihnen: Lassen Sie es! Vor allem dann, wenn Sie die Bücher gelesen haben. Sie würden nur bitter enttäuscht werden. Man sagt generell, dass Buchverfilmungen in der Regel schlechter sind als die Bücher, das gilt für diese Verfilmung zu 100 % und noch mehr. Auf mich wirkte die Verfilmung (die ich mir nicht anschauen konnte) wie eine Verunglimpfung, eine Beleidigung der Bücher.

 Da ich so fasziniert war von den Büchern, kaufte ich mir irgendwann auch das Buch „Ludwig XIV – eine Biographie von Olivier Bernier. Es erstaunte und überraschte mich, wie gut Anne Golon recherchierte, als sie die Angelique Bücher schrieb, denn ich erkannte fast alle genannten Personen wieder und natürlich gab es noch viel mehr zu lesen. So kann ich auch dieses Buch nur wärmstens weiter empfehlen, sehr interessant.

 Folgenden Satz findet man auf der Biographie:

Vor den Augen des Lesers entsteht ein fesselndes Panorama vom Beginn unserer Moderne.

Dieses fesselnde Panorama erleben sie auch mit „Angelique“.

Viel Lesespaß beim Eintauchen in die Geschichte

wünscht Ihre

Petra Hanse

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Gesundheitsberaterin mit sozialem Engagement
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