Bunte Süßigkeiten und ihre Nebenwirkungen

 Wir alle kennen sie, die bunten süßen Kleinigkeiten, die alleine schon durch ihre Farben Frohsinn verheißen. Je bunter, desto lustiger, so verspricht es uns die Werbeindustrie mit ihren „witzigen“ Werbekampagnen. Die bunten, „lustigen“ Schokolinsen haben es jedoch besonders „in sich“.  Nicht nur wegen der Farbenvielfalt, auch wegen der weniger schönen Inhaltsstoffe, die uns die Werbeindustrie natürlich verschweigt. 

 Wer sich mit Ernährung beschäftigt, weiß dass unser Körper einen gewissen Anteil von Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen braucht. Unser Organismus ist Natur, der Mensch ist Natur. Und weil der Mensch Natur ist, gelingt es ihm nur mäßig, mit all den (nicht nur) künstlichen Zusatzstoffen fertig zu werden. Nicht selten reagieren wir mit allergischen Reaktionen.  Wir reagieren aber auch an einem „zu viel“, selbst wenn dieses „zu viel“ unmittelbar natürlich ist. 

 Um bestimmte Nahrungsmittel, bzw. deren Inhaltsstoffe erst richtig aufspalten zu können, reicht es nicht nur, ein gesundes Nahrungsmittel zu sich zu nehmen, bestes Beispiel ist hier die Karotte. Um das Vitamin A überhaupt erst „wirksam“ werden zu lassen, benötigt man eine gewisse Zugabe an Öl, um das Vitamin aufzuspalten und somit dem Organismus erst zuträglich werden zu lassen. Nur eine Karotte zu essen, bringt in dieser Hinsicht auf das Vitamin A also gar nichts, weil der Körper es nicht umsetzen kann.

 Aluminium ist ein weit verbreiteter Nahrungsbestandteil und findet sich vorzugsweise in bunten Süßigkeiten wieder. Aluminium ist auch in Kartoffeln, Karotten und Kakao enthalten, hier ist es jedoch ein natürlicher Bestandteil, bei Süßigkeiten lediglich nur zu einem Teil natürlich (wobei in Studien die Aluminiumwerte in Kakao, bzw. Kakaoerzeugnissen besonders hoch waren), den anderen Teil gibt es sozusagen als Extraportion „gratis“ dazu und findet sich gerade in den knalligen, bunten Schokolinsen, also im Farbstoff wieder.  Auf dem Etikett findet sich jedoch kein Hinweis dazu, weil kein Hinweis erfolgen muss. Stattdessen werden E-Nummern aufgeführt, aber wer weiß schon, was sich dahinter verbirgt? Die Richtlinien für Lebensmittelfarbstoffe finden Sie unter der  EU Richtlinie 95/45/EG .

 Zwar zählt man das Aluminium unter Spurenelemente, jedoch in Hinsicht auf unsere Ernährung findet es keine Beachtung. Aluminium gehört in den Metallbau, aber nicht zwingend in den Körper. 

 Kommen wir nun zu den Erkrankungen, die durch Aluminium hervorgerufen werden können. Zuvor sei  hier noch etwas wichtiges angemerkt: Aluminium spielt dabei (Erkrankungen) eine Rolle, wird somit dann erst „richtig“ verwertet, wenn sich die „richtigen“ Bestandteile „finden“. Eine wichtige Rolle spielt hier noch das Glutamat, bekannt als Geschmacksverstärker. Also ähnlich zu verstehen wie das Beispiel mit der Karotte.

 Glutamat ermöglicht dem Aluminium, ins Gehirn zu gelangen, indem es leichter durch die Blut-Hirn-Schranke dringt und so erst seinen Weg ins Gehirn findet. 

 Die Auswirkungen haben fatale Folgen. Ein zu viel an Aluminium kann Hirnerkrankungen fördern, zum Beispiel Parkinson oder Alzheimer, ebenso spielt es eine Rolle bei Hyperaktivität und bei Lernschwierigkeiten. Zudem weiß man nach neuesten Erkenntnissen, dass  Aluminium auch wie ein weibliches Geschlechtshormon wirken kann, man spricht hier von einem Metallöstrogen, welches wiederum die Geschlechtsfunktion und die Nahrungsaufnahme stören kann.

 Auch die Zitronensäure wirkt ähnlich wie das Glutamat, und man findet diese nicht nur in Soft-Drinks und Fertiggerichten, sondern auch in Süßigkeiten wieder. Ebenso der Süßstoff Aspartam, der bereits für Schlagzeilen sorgte, nicht zu unrecht! Und hier zeigt sich auch, warum die gesundheitlichen Risiken von Aluminium umstritten sind. Die „benötigten“ Zusatzstoffe werden hier ganz offensichtlich nicht mit einkalkuliert.

 Ist die Blut-Hirn-Schranke erst einmal durchbrochen, steigt auch das Risiko an Alzheimer zu erkranken. Die Erkrankung vollzieht sich langsam und schleichend.

 In amerikanischen Studien wurde ganz deutlich ein Zusammenhang zwischen Gehirnerkrankungen und der (Zivilisations-) Ernährung festgestellt. 

 Wer sein Kind und sich selbst schützen will, kauft am besten keine gefärbten Süßigkeiten, die mit Farblacken behandelt werden, und wenn es schon Schokolinsen sein müssen, sollten nicht mehr als vier Stück davon am Tag gegessen werden. 

 Nun sollten aber noch neben den Aluminiumlacken, welche zur Färbung eingesetzt werden, die  Aluminium-Zusatzstoffe erwähnt werden, wo reines Aluminium (E173) verwendet wird. Diese Zusatzstoffe finden sich in industriell abgefülltem Eiklar  (kandiertes, kristallisiertes, glasiertes Obst und Gemüse) und als Trennmittel in Soßenpulver und Tütensuppen. 

 Die akzeptable Dosis von Aluminium wurde mit 7 Milligramm pro Körpergewicht angegeben, viele Menschen allerdings, gerade Menschen, die gerne Süßes und Fertiggerichte bevorzugen, nehmen das 6,2 – 7,5-fache in der Woche zu sich. 

 Weil sich jedoch die Verdachtsmomente gegenüber Aluminium verschärft haben, gilt seit 2006 auch ein strengerer Richtwert: Anstelle von 7 Milligramm pro Körpergewicht die Woche hat man den Wert nun auf 1 Milligramm pro Körpergewicht und Woche gesenkt.

 Nicht zuletzt aus einer Studie zu Brezeln. Denn in Brezeln und Brötchen fanden sich erhöhte Aluminiumwerte, ausgelöst durch das Ablösen der Aluminiumbeschichtung der Bleche beim Backen. Hier „ging“ das abgelöste Aluminium in das Laugengebäck über.

 Vermeiden Sie Nahrungsmittel, welche in Aluminiumbehältnissen aufbewahrt werden, und falls Sie eine aluminiumbeschichtete Bratpfanne haben, wo sich die Beschichtung bereits löst: weg damit!

  Hier kann man mal wieder nur an die Vernunft appellieren und möglichst auf gewisse Süßigkeiten verzichten, ebenso der Griff zu Fertiggerichten und eingefärbten Getränken. In Maßen und nicht im Dauergebrauch ist im Prinzip somit alles erlaubt, denn nur so bleibt es das, was es sein sollte: entweder der Genuss oder mal „etwas auf die Schnelle“. Was natürlich wieder im Auge des Betrachters liegt.

Bleiben Sie gesund

Ihre

Petra Hanse

About admin

Gesundheitsberaterin mit sozialem Engagement
This entry was posted in Ernährung, Wissenswertes and tagged , , , , , , , , , , , . Bookmark the permalink.

8 Responses to Bunte Süßigkeiten und ihre Nebenwirkungen

  1. Melly says:

    Da freut man sich doch, dass man einen Backofen hat, und für das Süße in Form von Gebäck selbst sorgen kann. Wie sieht das eigentlich mit Forschungsergebnissen zu Stevia aus? Meine Mom nutzt die Pflanze schon seit Jahren, und jetzt gibt es das ja auch als Zuckerersatz zu kaufen…

    • admin says:

      Zu Stevia und weiteren alternativen Süßungsmitteln, werde ich in Kürze noch einen Artikel einstellen. Dieser wird sich in der Hauptsache mit Haushaltszucker beschäftigen. Ich muss ihn noch einmal überarbeiten….
      Stevia ist und bleibt ein absolut natürliches Süßungsmittel, ungeachtet irgendwelcher Studien! Stevia hat lediglich einen etwas gewöhnungsbedürftigen Beigeschmack. In Form der Rohpflanze, nur die Blätter, -ich habe dies noch nicht ausprobiert, nur Stevia flüssig- soll es jedoch sehr angenehm sein.
      Vielen Dank für Ihr feedback :-)

      • Melly says:

        Ich habs jetzt in Kaffee getestet. Schmeckt ähnlich wie normale Süssstofftabletten. Die Waffeln von meiner Mom schmecken aber genauso wie meine, und ich mache die mit normalen Haushaltszucker. Hab mir jetzt mal eine Packung Stevia in kristalliner Form gekauft und werde am Wochenende mal nen Hefekuchen damit backen. Bin gespannt, wie es wird. Werde auch gern mitteilen, was meine Familie dazu gesagt hat. Ach ja, mein Mann reagiert auf Zuckeraustauschstoffe wie Aspartam etc. mit heftigen Kopfschmerzen schon nach geringsten Dosierungen. Auf Stevia überhaupt nicht.

        • admin says:

          Weil Stevia Natur ist…da gibt es nichts zu reagieren. ;-) Allerdings sind die Tabletten, Pulver und Streu, bereits denaturiert, wenn man das mal ganz streng beurteilen möchte. Und da könnte unter Umständen, eventuell, eine Reaktion auftreten, ist aber eher unwahrscheinlich, aber halt auch nicht auszuschließen.

          Aspartam ist hochgradig gesundheitsgefährdend… Aspartam kam nur auf den Markt, weil sich an der damaligen Spitze des Vorstands, ein personeller Wechsel “ergab”. Der Vorggänger, lehnte Aspartam auf Grund der hohen Nebenwirkungen, ab. …

          Ich würde mich wirklich freuen, ein feedback zu bekommen, wie es mit dem Stevia Granulat geklappt und geschmeckt hat! Als ich diesen Artikel verfasste, gab es das noch gar nicht. Der Markt hat schnell reagiert.

          Liebe Grüße
          Petra

  2. Melly says:

    So… gestern Pflaumenkuchen und Rohrnudeln mit Stevia gebacken und hier mein Resümee:

    Es schmeckt ein bisschen wie mit künstlichem Süssstoff, hängt aber vermutlich mit der Dosierung zusammen, denn ich hab genau umgerechnet, wie es auf der Packung stand, und das war wohl ein Tick zu viel…
    Der Hefeteig ging super auf, allerdings ist der Guß für die Rohrnudeln mit Stevia nicht wirklich herzustellen, Stevia karamellisiert nicht wie Haushaltszucker. Ich werde also zukünftig für den Guß einfach wieder braunen Rohrzucker nutzen. Mein Mann und meine Kids haben sich über die Rohrnudeln hergemacht, als gäbs kein Morgen mehr. ;-) Bin also erleichtert, zumindest in Teilbereichen auf Zucker verzichten zu können.

    lg Melly

    • admin says:

      Vielen Dank, Melly :-)

      Eine Frage drängt sich mir gerade noch auf:
      Wusste die Familie dass hier kein Zucker zur Verwendung kam?

      • Melly says:

        Mein Mann ja, meine Kinder nicht. :-) Ich wollte ja wissen, ob sie den Unterschied merken. Meine Kinder dachten, ich hätte zuviel Zucker drin gehabt, mein Mann und ich haben uns dann nur angesehen, und festgestellt, dass wir grammweise beim Backen mit dem Stevia runtergehen, bis wir die richtige Mischung haben.

        • admin says:

          Das finde ich jetzt mal klasse :-) …und es freut mich, dass es allen geschmeckt hat!
          Und noch mal lieben Dank für die Rückmeldung! :-)

          “Meine” Zuckerartikel lassen etwas auf sich warten, ich komme einfach nicht zum überarbeiten. Da wird dann noch ein weiterer (Haushalt-) Zuckerersatz vorgestellt. Ich denke aber, dass ich die Artikel, diese Woche noch online bringe.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>