In Hülle und Fülle

In Hülle und Fülle – wohin weltweite Maßlosigkeit führen kann

Wir leben in einem Land, wo es alles in Hülle und Fülle gibt. Wir haben alles. Alles? Alles. Wir haben genug zu essen, wir haben genügend Möglichkeiten, uns die Zeit zu vertreiben, wir haben Bücher, Internet, Fernsehgeräte und allen möglichen Schnickschnack, um uns das Leben zu gestalten. Ungeachtet dessen, ob sich die Zerstreuung der Sinne in irgendeiner Weise positiv für uns auswirkt. Das wird auch nicht hinterfragt, wir haben es. Wir nutzen es.  Wir haben fließend Wasser, wir haben Bäder, Duschen, Wasserhähne, ein gutes System an Rohren, einen künstlich hergestellten Wasserkreislauf. Wir haben alles. 

Wir haben eine sehr gute Stromversorgung, hier geht es auch nur erst einmal darum, dass wir es haben. Dass die schlauen Köpfe unserer Regierung nun den totalen Ausstieg aus der Atomindustrie beschlossen haben und uns diesen Termin als etwas „neues“ präsentieren, wer hinterfragt das schon. Wer weiß, dass es sich hier lediglich um einen Termin handelt, der bereits unter der Regierung von Gerhard Schröder (SPD) und dem damaligen Koalitionspartner „Die Grünen“ mit der Atomlobby ausgehandelt wurde. Aber wir bejubeln den „schnellen“ Ausstieg, der nichts anderes ist, als ein Einhalten dessen, was bereits vor Jahren beschlossen wurde. Erfolg sieht anders aus…. 

Wir können uns nach unserem Geschmack einkleiden, wir haben alles. Günstig, teuer, wie man es braucht, wir haben es. Gab es in den vergangenen Jahrhunderten Hungersnöte, bedingt durch eine schlechte Ernte, so haben wir heute genügend Mittel und Wege, solchen Katastrophen entgegenzuwirken. Nicht immer zu unserer Gesundheit und unserem Wohle, denkt man hier einmal an die vielen Gifte, die über unser Ackerland gesprüht werden, aber wir müssen nicht Hunger leiden. Und wir haben die Treibhäuser, auch hier wird die Ernte gesichert. Wir haben alles, wir haben es uns so eingerichtet, und es ist mit Abstrichen gut so. 

Wir haben Häuser, wir haben Wohnungen, viele wohnen zur Miete, wir haben ein Dach über dem Kopf, müssen nicht frieren, denn dafür haben wir die Heizung.  Wir haben Autos, die uns von A nach B befördern, Züge, Flughäfen, U-Bahnen, S-Bahnen, Busse, Fahrräder, wir haben wirklich an alles gedacht. 

Wir haben beste medizinische Versorgung, die Medizin hat erhebliche Fortschritte gemacht, gerade in punkto der Technik, aber auch verschiedene Medikamente, überlebenswichtige Medikamente, die manchen Menschen das Leben jeden Tag aufs Neue schenken. Antibiotika und Insulin, um nur zwei zu nennen. 

Luxus pur. Nicht alle Länder dieser Erde genießen diesen Luxus, denn das ist es, was wir genießen: Luxus. Eigentlich alles paletti, alles klasse und prima, wäre da nicht, ja wäre da nicht eine winzige Kleinigkeit, die immer noch gerne übersehen wird.

Die Geschichte der Medaille, die Medaille, die zwei Seiten hat

Und die besteht aus Patenten und Verträgen, aus Lobbys, die alles verteilen, die aber in erster Linie nur an einem interessiert sind, nämlich daran, in die eigene Tasche zu wirtschaften und mehr und mehr wollen. Und das geht in einer Konsumgesellschaft nur dann, wenn die Preise erhöht werden. Das würde für alle auch gut so weiterlaufen, würden auch die Löhne erhöht werden, die Renten und Sozialleistungen. Aber genau hier passiert nichts oder nur so viel, dass sich gewisse Verantwortliche ihr Gewissen rein waschen, nur um an einer anderen Stelle wieder einzusparen. Denn es gibt kein Wachstum zum Wohle aller. Dies ist ein Irrglaube. Aber genau dieser Irrglaube bringt es fertig, Menschen, die in einem Land leben, in welchem es alles in Hülle und Fülle gibt, ans Hungertuch zu bringen, sie obdachlos werden zu lassen, weil ständig irgendwo einfach mal ebenso ohne einen ersichtlichen Grund die Preise für Mieten, Lebensmittel, Strom, Benzin, Medikamente und so weiter erhöht werden. Zum Wohle aller? Nein. Zum Wohle einiger Wenige.  Und diese Wenigen gehen ohne mit der Wimper zu zucken über Leichen. 

In Afrika haben sie es vorgemacht, wie man Menschen in die Hungersnot bringt und jetzt sind die Industriestaaten dran.   Die Menschen in Afrika hungern, weil sie hungern sollen. Klingt nicht nur menschenverachtend, das ist es auch. Denn es liegt nicht an der Bevölkerung, es liegt an den Umständen, die geschaffen wurden. Und ändern tut sich so gut wie nichts, auch wenn viele Organisationen versuchen und bemüht sind, das Leid zu lindern. Es wird ihnen nicht gelingen, es wird so lange nicht gelingen, so lange ein paar Wenige meinen, mit Menschen Russisch Roulette spielen zu müssen, denen Menschenleben, auch Ihres liebe Leser, völlig gleichgültig sind. 

Genießen Sie Ihren Luxus, so lange Sie es noch können…Europa zerfällt nicht nur an der Eurozone. Zu vielen Menschen bleibt nicht mehr genug zum Leben, obwohl es alles gibt in Hülle und Fülle. Denn wenn es an der einen Seite mehr wird, wird es an der anderen Stelle automatisch weniger. Und genau das ist gemacht. Denn auch Afrika gibt es seit vielen Jahrhunderten, und die Menschen lebten, bis „sie“ kamen und sich aufschwangen, einen ganzen Kontinent zu zersplittern und mit ihrer kranken Machtgier den Hunger und die Not über die Menschen brachten. 

Und was mit Afrika „funktionierte“, das funktioniert auch  mit der ganzen Welt, gewusst wie, und sie wissen es ganz offensichtlich. Das Buch „1984“ von George Orwell war keine Fiktion, hier wurde nur das bereits beschrieben, was wir heute haben. Ob George es wusste, ob er „eingeweiht“ war in die Pläne der „Neuen Weltordnung“? 

Europa hätte wirklich das Zeug dazu gehabt, eine wirklich starke Gemeinschaft zu werden, zum Wohle der gesamten Bevölkerung. Wären die Verantwortlichen, die Regierenden nicht dafür gewesen, sich unter die Knute von Zwängen zu begeben, um ein „Wachstum“ zu fördern. Ein Wachstum, was den Geldfluss anbelangt, denn damit hängt alles zusammen. Stattdessen haben sie sich dazu verleiten lassen, ihre eigenen Länder, und das betrifft auch Deutschland, systematisch zu verändern. Nicht zum Wohle aller, sondern lediglich zum Wohle Weniger. 

Die Verschwörungstheorie lebt. Vielen Dank für Ihr Interesse

Ihre Petra Hanse

Ergänzung: Dieser Artikel wurde von mir bereits am 09.06.2011 verfasst und an anderer Stelle veröffentlicht. Besehen wir uns nun die neuesten Ereignisse in Verbindung mit dem Fiskal-Vertrag und dem angeschlossenen ESM, bekommt dieser Artikel eine nochmalige Schärfe. Mit diesen Verträgen haftet jeder Bürger mit seinem eigenen privaten Vermögen. Denn in der EU gilt nur eines: Banken retten. Menschen, die bereits am untersten Existenzminimum leben, finden hier keinerlei Berücksichtigung mehr. Weder dass sie gefördert werden um aus ihrer prekären Lage heraus zu finden, noch dass sie eine Chance erhalten. Würden die Gelder, die jetzt frei gestellt werden um den Euro zu retten, an die Menschen verteilt, könnte man Leben retten. Betrachten wir uns unser Finanzsystem, wird es, egal was beschlossen wird, über kurz oder lang nur noch Verlierer geben, bis natürlich auf diejenigen welche sich am Leid derer längst bereichert haben, für deren Leid sie verantwortlich sind.   

Lesen Sie hierzu auch bitte den Artikel:  http://gesundheitsweg-online.eu/?p=285

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Gesundheitsberaterin mit sozialem Engagement
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