Ein Blick hinter die Kulissen- wie HartzIV seine Kreise zieht

Irrtümer & Irrglaube zu Hartz IV aufgeschlüsselt

Gastbeiträge zusammengestellt aus einem Internet „Occupy“- Forum

„Es geht doch sehr vielen noch sehr gut, in Deutschland“

Ob es “vielen” noch sehr gut geht, oder ob sie lediglich versuchen, den Schein, dass es Ihnen noch gut geht zu wahren, sei mal dahingestellt.

Fakt ist aber:

“In Deutschland muss niemand hungern” trifft definitiv nicht zu. Die Jobcenter verhängen Sanktionen bis auf 0 mit Begründungen, wo sich mir nur noch die Haare raufen. Selbst kranken (!) Schwangeren werden alle Leistungen gestrichen, weil sie nicht an einer Maßnahme teilnehmen, an der sie wegen der Erkrankung gar nicht teilnehmen können. Nebenwirkung: Zum Arzt gehen können sie auch nicht, da keine Leistung – keine Krankenversicherung. Zur Tafel übrigens auch nicht: Dafür braucht es nämlich einen “gültigen” HARTZ IV – Bescheid. 

Beispiel der Willkür:
Mir hat die ARGE 7 (!) Monate keine Leistungen gezahlt, weil “eventuell Einkommen oder Vermögen vorhanden sein könnten, dass die Hilfebedürftigkeit ausschließt”. Wie die auf solche Ideen kommen? Sie durften nicht in meinen Büroschrank schauen -aufgrund einer gesetzlichen Grundlage, die ich dem Außendienst auch erläutert habe. Da sie das nicht durften “ist davon auszugehen, dass der Hilfeempfänger wesentlich mehr an Einkommen erzielt, wie er angegeben hat” – kurz danach erschien dann die Steuerfahndung … Ergebnis: Keines – alles ordnungsgemäß angegeben und versteuert.

Miete oder Essen betrifft inzwischen zumindest jeden alleinstehenden HARTZ IV – Empfänger. Miete besteht nämlich auch aus Nebenkosten, die reichlich steigen – was die Jobcenter aber immer weniger interessiert.

HARTZ IV – Empfänger sind äußert billige Arbeitskräfte – zum Schaden des Steuerzahlers und zum Wohle des Unternehmers, siehe hier:

http://www.youtube.com/watch?v=w6ioWWkDsyE

Hartz IV „lohnt sich“

Die “Armutsindustrie” macht inzwischen Milliardenumsätze mit den Langzeitarbeitslosen und sinnlosen Maßnahmen… Und hat keinerlei Interesse daran, hier wirkliche “Fortbildungsmaßnahmen” zu bieten… Damit würde sie sich nämlich überflüssig machen, siehe auch hier:

http://www.youtube.com/watch?v=gW9zGPgN6tQ

PS: Die Sendungen sind nicht vom linken Extrablatt, sondern vom staatlichen deutschen Fernsehen….

In Deutschland gibt es über 500 Tafeln für Bedürftige Menschen. So notwendig die für die Betroffenen auch sind, ändert es nichts daran, dass zum einen der Handel dadurch Millionen an Entsorgungskosten spart, gleichzeitig noch mit Spendenquittungen Steuervorteile bekommt und zum anderen die Tafeln verdecken, dass der Staat sich aus der Verantwortung stiehlt, zumindest die Existenz eines Menschen zu sichern.

Schwerpunkt: Sozialleistungen

 

„Sozialleistungen”, wie immer man sie nennt, sollten doch Übergangsleistungen sein“

Das wäre ja schön, wenn sich das so machen ließe…
“Kleines” Problem dabei: Es gibt knapp 5 Millionen HARTZ IV Empfänger, also Menschen, die nach eben diesem Gesetz arbeitsfähig sind, aber leider keine Arbeit haben. Dazu noch rd. 500.000 “Normalarbeitslose” im ALG I. 

Dagegen knapp 1 Mio. offener Stellen…

Lt. BILD und Arbeitsministerium braucht man, um dieses mathematische Ungleichgewicht zu lösen, ja nur ein wenig Behördenmathematik, die da leider lautet: Jeder HARTZ IV – Empfänger ist faul, dumm und hat keinen Bock zum Arbeiten, sonst wäre das Problem der Arbeitslosen ja gar nicht vorhanden.

Ach ja: Es gibt auch noch eine Arbeitslosenstatistik, für die sich unsere liebe Ministerin ja sehr gerne pressewirksam feiern lässt: Da stehen nämlich nur drei Millionen Arbeitslose drin. Auch diese mathematische Unmöglichkeit lässt sich recht schnell aufklären:

Indem die HARTZ IV – Empfänger nämlich -da ja faul und dumm- zu hübschen (Zwangs-) Maßnahmen verpflichtet werden, so da wären 6 Monate Kartoffeln schälen lernen, gebrauchte Puzzle zusammensetzen und ähnliche hochgeistige Beschäftigungen, die ganz offiziell dazu dienen, die Teilnehmer auf Tätigkeiten für den ersten Arbeitsmarkt vorzubereiten. Sehr erwünschter Nebeneffekt: Sie verschwinden aus Arbeitslosenstatik. 

Für jeden Teilnehmer zahlt das Jobcenter zwischen 500 und 800 Euro pro Monat. Damit erkauft sich unser Staat für ca. 10 Mio. Steuergelder im Monat, die Möglichkeit, sich für seine niedrige Arbeitslosenquote feiern zu lassen. Das erzählt er denen, die das Ganze finanzieren, aber vorsichtshalber mal nicht – vielleicht könnten die dann nämlich aufhören, auf die vermeintlich Faulen zu schimpfen, und unsere liebe Regierung fragen, was so ein Stuss eigentlich soll.

Gut gestatte mir noch eine Anmerkung dazu:

Dauert es länger, finde ich auch, dass ein H4 Empfänger arbeiten, müsste ………..und genau da beißt sich der Hund dann in den Schwanz. 

Um arbeiten zu können, muss es Arbeitsstellen geben, die es aber -siehe Statistik- nicht gibt. Um Forderungen nach “Arbeiten müssen” dann nachzukommen, wurden 1-Euro-Jobs geschaffen. Dies sollten gemeinnützige Tätigkeiten sein: 

Folgen:
Neue Arbeit beschäftigt rd. 1.000 Menschen, die im Grunde regulär arbeiten (sie verleiht die nämlich an Lohnunternehmen), und bekommt dafür 500 Euro pro “Nase” und Monat. Der Lohnunternehmer nimmt Aufträge aus der freien Wirtschaft an, die früher von den Auftraggebern selbst mit sozialversicherungspflichtigen Arbeitskräften erledigt wurden – die dürfen aber jetzt HARTZ IV beziehen.

Unsere ach so gemeinnützige Caritas ließ die mobile Altenbetreuung von Eurojobbern erledigen – kassierte dafür 500 pro Nase und Monat + 8 Euro pro Stunde von den Betreuten, dafür braucht es dann keine (teuren) Arbeitnehmer mehr…

Städte lassen ihre Schulen nun von Eurojobbern putzen – die bringen nämlich 500 Euro im Monat für die Stadtkasse, und die früheren Putzfrauen machen ihren alten Job jetzt auf Staatskosten…

Also:
Mehr HARTZ IV – Empfänger, die ja dann alle wieder irgendwie arbeiten “müssen”…

Und so ziehen die Folgen,
► Wir werden aufgrund steigender Mieten aus unseren Stadtvierteln vertrieben.

► Wir sind gezwungen, zwischen Lebensmitteln und Miete zu wählen.

► Wir arbeiten lange und hart für wenig Geld und haben keine Rechte, wenn wir überhaupt Arbeit haben.

► Wir bekommen nichts, während das eine Prozent immer alles zu bekommen scheint.

immer größere Kreise, was letztendlich zu niedrigeren Leistungen führen muss: Diejenigen, die für Sozialleistungen zahlen, werden nämlich immer weniger…

PS: “Früher” konnte auch der ungelernte Arbeiter vielleicht nicht gut, aber immerhin von seinem Lohn leben – heute braucht er HARTZ IV.

 

Alternative für Sozialleistungen?

Wie die Alternative zu den jetzigen Sozialleistungen aussehen sollte, lässt sich sicher nicht mit ein “paar Worten” beantworten. Das jetzige System beruht immer noch auf dem Prinzip des fordernden Sozialstaats, und somit auf der These, wer nicht arbeitet, soll auch nichts zu essen bekommen; sowie auf der Meinung, wer keine Arbeit findet, ist selbst schuld.

Dieses System blendet aber zum einen gerne aus, dass es Arbeit für alle gar nicht mehr gibt, beruft sich auf den alten Leitsatz “Sozial ist, was Arbeit schafft” und auf den “auf ewig” in Stein gemeißelten Glauben an das ewige Wachstum.

Dass ständiges Wachstum aber nicht unendlich fortgesetzt werden kann, zeigt sich in den letzten Jahren schon immer deutlicher: Energie- und Rohstoffreserven werden nämlich knapper – und nach den Gesetzen des Marktes damit immer teurer.
Schon Anfang der 60iger hat der Club of Rome eine damals vielbeachtete, aber sehr schnell vergessene Studie über die “Grenzen des Wachstums” veröffentlicht, in der er u.a. auch genau darauf hingewiesen hat. Auch wenn sich das vielbeschworene Wachstum noch dadurch aufrechterhält, dass nicht alle Länder unseren Lebensstandard haben, führt das im Grunde “nur” zum noch schnelleren Verbrauch der Ressourcen und damit zum Ende des Wachstums.

Die “heilige Kuh” Wachstumstheorie bedarf damit einer Korrektur.

Die ganze Dimension von HARTZ IV, Leiharbeit, Lohndumping und Geringverdienern wird tunlichst verschwiegen: Um später mit 67 eine Rente zu bekommen, die „nur“ auf HARTZ IV und damit auf Grundsicherungsniveau liegt, muss 45 Jahre Vollzeit zu einem Mindestlohn von 10 Euro sozialversicherungspflichtig gearbeitet werden (wie die Bundesregierung selbst errechnet hat !) Damit “züchten” wir uns mit den o. g. Bedingungen rd. 10 Millionen Menschen heran, die später auf Sozialleistungen angewiesen sind, die dann eine Minderheit bezahlen muss, die noch Beiträge leistet – so doof es jetzt klingt – diese Entwicklung lässt sich kaum noch stoppen. Die Kinder, die später unsere Rente und die Sozialleistungen bezahlen sollen, müssten nämlich längst geboren sein.

Mit HARTZ IV wurde diese Entwicklung aber komplett ausgeblendet: Wie die Begründer später selbst zugegeben haben, hatte HARTZ IV insbesondere den Sinn, in Deutschland einen Niedriglohnsektor zu installieren, der die “internationale Wettbewerbsfähigkeit innerhalb der Globalisierung sichern sollte”.

Auch dieser Aspekt muss in künftigen Sozialsystemen berücksichtigt werden.

Genauso gehört das Steuersystem unter die Lupe genommen: Produktive Arbeit, die Werte schafft, wird mit bis zu 42 % besteuert; Unproduktive “Arbeit”, sprich Kapitalerträge wie Zinsen und Kursgewinne aber nur mit 25 %. Damit begünstigt dieses System eklatant das Auseinanderklaffen der “Armutsschere”: Wer “arbeitet” muss einiges mehr an den Staat abgeben, als derjenige, der lediglich sein Vermögen für sich arbeiten lässt. 

Das System begünstigt dazu gleichzeitig die “Großen”. Ab einer gewissen, sag jetzt Firmengröße, lohnt es sich, die unterschiedlichen Steuersätze und Systeme auch nur innerhalb der EU zu nutzen. Wenn ich die Vorteile Deutschlands in Bezug auf Produktivität, Sicherheit und (bis jetzt noch) Know-how und Ausbildung nutzen möchte, aber hier tunlichst keine Steuern zahlen will, gründe ich in “einfach” in z. B. Liechtenstein eine GmbH. Die bekommt aus meinem Unternehmen hier 10.000.000 Euro Kapital, dass die mir einen Tag später als Darlehn wieder zur Verfügung stellt – mit 10 % Zinsen selbstverständlich. Diese 1 Million Zinsen sind in Deutschland Betriebsausgabe, damit spare ich bis zu 42 % Steuern – und zahle in Liechtenstein 15 %.

Dies ein weiterer Aspekt des zukünftigen “Systems”.

Was genau bezeichnen wir und bewerten wir als “Arbeit“? Auch dies bedarf einer grundlegenden Diskussion und Bewertung für zukünftige Sozialsysteme.

Randbemerkung: Hartz IV zieht seine Kreise

Hartz IV ist längst kein deutsches Problem mehr. Hartz IV ist Teil der Agenda 2010, die im Moment allen europäischen Ländern als „Lösung“ empfohlen wird.
Teil der Agenda 2010 sind z. B. Minilöhne durch die Menschen mehr als 2 Jobs brauchen, um zu überleben .. ein Blick bspw. in die USA zeigt deutlich, dass genau das, dort bereits Alltag ist.

Gastbeiträge für Sie zusammengestellt

Die Autoren sind mit der Veröffentlichung auf „Gesundheit und Soziales“ einverstanden und dienen zur Aufklärung von Missständen und Fehlbehauptungen zum Thema Hartz IV.

Der Artikel darf mit genommen und verbreitet werden.

Mit freundlicher Genehmigung der Gastautoren

Vielen Dank für Ihr Interesse

Ihre Petra Hanse

Anmerkung der Admina:

Hartz IV macht krank:

Millionen von Menschen sind mittlerweile von sogenannten Sanktionen in unserem Land bedroht und werden dadurch genötigt, sich zu fügen. Wer ständig unter einer Bedrohung steht, sich um seine Existenz Sorgen zu müssen, wird mit der Zeit krank.

Es gibt bereits Todesfälle in Bezug auf Hartz IV. Menschen, die nur noch eine Lösung sahen, sich aus dieser Klammer zu lösen, und den Freitod wählten. Ob dies ein Freitod ist, sei dahingestellt. Die Dunkelziffer ist hoch, denn nicht alle Todesfälle werden bekannt. Hierüber wird keine Statistik geführt.

Bitte lesen hierzu auch:  http://geldsystem-wiki.org/index.php?title=Hartz_IV_ist_Massenmord_auf_Raten

Dieses unmenschliche System macht weder Halt vor Kranken noch vor Kindern und Säuglingen. Wer mit einer Sanktion zu rechnen hat, bangt um sein Leben. Sieht sich unmittelbar dem Hungertod (wird oben erläutert) als auch der Obdachlosigkeit ausgeliefert. Beides ist bereits in Deutschland durch Hartz IV eingetroffen!

In den Medien wird eine Diskussion über eine Erhöhung von sagenhaften 5 Euro mehr angekurbelt, jedoch verschwiegen, welche Leistungen ansonsten dadurch gekürzt werden. So fallen mittlerweile die Beiträge zur gesetzlichen Rentenkasse vollends aus. Hieraus dürfte ersichtlich sein, dass die Altersarmut bereits vorprogrammiert ist, nebenbei darf ein Hartz IV Empfänger kein Vermögen habe, auch nicht aus privaten Rentenversicherungen, es sei denn, es handelt sich um eine Riester-Rente, über die man sich auch streiten kann.

Ebenso wurde der Beitrag zur Nahrungsbeschaffung für Haustiere gestrichen. Was schlussendlich von diesen 5 Euro Regelsatzerhöhung übrigbleibt, lässt sich nur schwer errechnen, da es keine komplette Auflistung, zur Einsicht, darüber gibt. Fakt ist jedoch, dass ein Hartz IV Empfänger so wieder einmal eine Kürzung hinnehmen muss, anstatt mehr zu haben. Und ob 5 Euro oder gar 15 Euro ausreichend sind, die stetig anfallenden Preistreibereien abzufangen, sei ebenfalls dahin gestellt.

Unserer Politik ist es wichtiger, eine Währung zu stützen als Menschenleben zu schützen!

 

In einem Staat, der immer mehr auf Lügen aufgebaut wird, trennen einen jeden Bürger, lediglich 12 Monate, bis zur gesetzlich vorgeschriebenen Verarmung durch Hartz IV!

Was ist eigentlich unter dem ESM-Vertrag zu verstehen und welche Auswirkungen bringt dieser mit sich? Lesen Sie hier eine kurze Zusammenfassung:

 Kurz-Info zum ESM-Vertrag: http://www.fachinfo.eu/fi073.pdf

 

Europäischer Stabilitätsmechanismus (ESM)

FI-Dokumentationen – www.fachinfo.eu/fi073.pdf – Stand: 28.01.2012

Die Mitgliedstaaten des Euro-Währungsgebietes beabsichtigen laut Entwurf (ohne Datum), einen

„Europäischen Stabilitätsmechanismus“ (ESM) einzurichten. Der ESM ist in Wirklichkeit kein

„Mechanismus“, sondern eine nicht kontrollierbare Superbank mit nahezu unbegrenzten

Vollmachten zur Verwaltung der europäischen Staatsschulden, welche die Etablierung einer

Europäischen Fiskaldiktatur erwarten lässt. Der ESM-Vertragsentwurf ist im Internet einsehbar unter:

www.peter-bleser.de/upload/PDF-Listen/E-Mail-Info_Eurostabilisierung/Entwurf_Vertrag_ESM.pdf

1. Ziel des ESM-Vertrages

Ziel des Vertrages soll sein, “die Finanzstabilität des Euro-Währungsgebiets zu wahren” (Präambel), obwohl

Finanzstabilität nur gewahrt werden kann, wenn die Ausgaben den Einnahmen angepasst werden. Der ESM

hat vielmehr den Zweck “Finanzmittel zu mobilisieren” (3), also Schulden zu transferieren. Unter „Finanzstabilität

wird der Ausgleich der Kreditwürdigkeit der ESM-Staaten verstanden.

2. ESM als Geheimorganisation

Der ESM ist als eine Geheimorganisation zu betrachten. Die Archive des ESM sind unzugänglich und

Jeglicher Kontrolle entzogen:

„Die Archive des ESM und alle ihm gehörenden oder in seinem Besitz befindlichen Dokumente im

Allgemeinen sind unverletzlich. Die Räumlichkeiten des ESM sind unverletzlich.“ (Art. 27,5,6)

Die internen Vorgänge im ESM dürfen nicht an die Öffentlichkeit gelangen:

Die Mitglieder und ehemaligen Mitglieder des Gouverneursrats und des Direktoriums sowie alle

Anderen Personen, die für den oder im Zusammenhang mit dem ESM arbeiten oder gearbeitet haben,

dürfen keine Informationen offenlegen, die der Geheimhaltungspflicht unterliegen. Sie sind auch nach

Beendigung ihrer Tätigkeit verpflichtet, keine Informationen offenzulegen, die ihrem Wesen nach der

Geheimhaltungspflicht unterliegen.“ (Art. 29)

3. Leitung des ESM

Der ESM wird von einem „Gouverneursrat“ geleitet. Die Mitglieder werden nicht gewählt, sondern bestellt:

„Jedes ESM-Mitglied hat ein Gouverneursratsmitglied und ein stellvertretendes Gouverneursratsmitglied

zu bestellen, die jederzeit wieder abberufen werden können. Das Mitglied des Gouverneursrats

muss ein für Finanzen zuständiges Mitglied der Regierung sein. Das stellvertretende Gouverneursratsmitglied

ist bevollmächtigt, im Namen des Gouverneursratsmitglieds zu handeln, wenn es nicht

anwesend ist.“ (Art. 5)

Der Gouverneursrat kann die Höhe des Grundkapitals festlegen, Kapital abrufen, Zinsen festlegen, weitere

Fonds einrichten, Maßnahmen zur Schuldenrückführung ergreifen und politische Auflagen erteilen. Verluste,

die ESM macht, sind mit dem eingezahlten Kapital zu verrechnen.

4. Finanzierung des ESM

Die ESM-Behörde ist mit einem Grundkapital von 700 Mrd. Euro ausgestattet. Der ESM-Vertrag zwingt

Deutschland mit seinen 2,1 Billionen Euro Staatsschulden, sich mit 190 Milliarden Euro neu zu verschulden

Als Beitrag zum Grundkapital des ESM (Anhang 2). Geschieht dies zögerlich, werden Verzugszinsen verlangt.

Die ESM-Mitglieder sind bedingungslos zu Zahlungen verpflichtet:

„Die ESM-Mitglieder verpflichten sich hiermit bedingungslos und unwiderruflich, ihre Einlage auf das

Grundkapital gemäß dem in Anlage 1 aufgeführten Beitragsschlüssel zu leisten. Sie haben allen Kapitalabrufen

fristgerecht und gemäß den in vorliegendem Vertrag geregelten Bestimmungen Folge zu

leisten.“ (Art. 8,4)

Als Superbank ist der ESM ermächtigt, Kredite aufzunehmen und zu vergeben. “Das anfängliche maximale

Kreditvergabevolumen des ESM … beträgt 500 Mrd. Euro.” (Präambel)

Europäischer Stabilitätsmechanismus (ESM) 2

Der ESM finanziert sich durch den Verkauf von Schulden und dient der “Bereitstellung von Finanzhilfe an

Mitgliedstaaten des Euro-Währungsgebiets im Bedarfsfall” (Präambel). Da sämtliche Mitgliedstaaten verschuldet

sind, bedeutet jede Finanzhilfe Neuverschuldung.

5. Rechtsstellung des ESM

Der ESM ist mit praktisch unbegrenzten Vollmachten ausgestattet. Der ESM genießt vollumfängliche gerichtliche

Immunität. Er ist von Durchsuchungen und jeglichem Zugriff der Gerichte befreit.

Der ESM ist gerichtlichem Zugriff entzogen, kann aber selber Gerichtsverfahren anstrengen:

„Der ESM besitzt volle Rechtspersönlichkeit; er verfügt über volle Rechts- und Geschäftsfähigkeit für

den Erwerb und die Veräußerung von unbeweglichem und beweglichem Vermögen, den Abschluss

von Verträgen, das Anstrengen von Gerichtsverfahren…“ (Art. 26,2)

Eigentum und Finanzmittel des ESM sind unkontrollierbar:

„Der ESM, sein Eigentum, seine Finanzmittel und Vermögenswerte genießen unabhängig von ihrem

Standort und Besitzer umfassende gerichtliche Immunität…“ (Art. 26,3)

„Das Eigentum, die Finanzmittel und Vermögenswerte des ESM sind unabhängig davon, wo und in

wessen Besitz sie sich befinden, von Zugriff durch Durchsuchung, Beschlagnahme, Einziehung, Enteignung

und jede andere Form der Inbesitznahme, Wegnahme oder Zwangsvollstreckung durch

Regierungshandeln oder auf dem Gerichts-, Verwaltungs- oder Gesetzesweg befreit.“ (Art. 26,4)

Der ESM unterliegt keinerlei Vorschriften:

“… sind das gesamte Eigentum sowie alle Finanzmittel und Vermögenswerte des ESM sind von

Beschränkungen, Verwaltungsvorschriften, Kontrollen und Moratorien jeder Art befreit” (Art. 27,8)

6. Steuerbefreiung des ESM

Im Rahmen seiner amtlichen Tätigkeiten sind der ESM, seine Vermögenswerte, seine Einnahmen und

sein Eigentum sowie seine durch diesen Vertrag autorisierten Geschäfte und Transaktionen von allen

direkten Steuern befreit. (Art. 31,1)

7. Ethische Normen

Verlangt werden vom ESM “in gutem Glauben geführten Verhandlungen mit den Gläubigern” und eine

“umsichtige Anlagepolitik”. Nach dem Verfall der christlichen Ethik sind solche Verhandlungen nicht möglich.

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Gesundheitsberaterin mit sozialem Engagement
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2 Responses to Ein Blick hinter die Kulissen- wie HartzIV seine Kreise zieht

  1. Pingback: In Hülle und Fülle | Gesundheit und Soziales

  2. Lutz says:

    Update:

    Selbst die Bundesregierung musste jetzt “zugeben”, dass HARTZ IV chronisch krank macht:

    http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-macht-chronisch-krank-900987.php

    PS: “Früher” konnte auch der ungelernte Arbeiter vielleicht nicht gut, aber immerhin von seinem Lohn leben – heute braucht er HARTZ IV.

    Jeder dritte (!!) HARTZ IV – Bezieher muss diese Leistung TROTZ regulärem Arbeitsverhältnis beantragen, da die Niedriglöhne nicht mehr ausreichen, um den Lebensunterhalt zu sichern. Nota: Dies sind dann rd. 1.500.000 Millionen Arbeitnehmer.

    http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/jeder-dritte-hartz-iv-bezieher-ein-aufstocker-900990.php

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