Frühkindliche Betreuung birgt hohe Risiken

Aus einer langjährigen US Amerikanischen Studie  mit 1300 Kindern geht hervor, dass Kinder die zu früh aus ihrer Umgebung gerissen wurden, im späteren Leben mit Verhaltensstörungen auffällig werden.

Das Hormon Cortisol, uns als Stresshormon bekannt, ist für diese Entwicklung mit verantwortlich.  Dieses baut sich unter normalen Umständen über den Tag langsam ab, bei Kindern jedoch die unter Stresseinwirkung stehen baut es sich kontinuierlich auf. Dies wurde besonders auffällig bei Kindern  die schon früh in eine Krippe abgegeben werden.  

Die Studie untersuchte  Kinder bis zu ihrem 15. Lebensjahr und es wurde festgestellt, dass Kinder die in ihrer frühen Kindheit vermehrt dieses Stresshormon ausschütten, im späteren Verlauf zu Verhaltensauffälligkeiten neigen. Nicht alle Kinder sind davon betroffen, aber im Verhältnis zu Kindern die in ihrer gewohnten Umgebung aufgewachsen sind und im Schutz der Familie aufwuchsen,  ist hier eine deutliche erhöhte Verhaltensauffälligkeit zu erkennen. Verhaltensauffälligkeiten die vergleichbar mit Kindern sind, die in ihrer Kindheit bereits Gewalt, sexuelle Übergriffen oder Vernachlässigung erfahren mussten.

Auffälligkeiten zeigen bereits die Kleinen direkt  bei diversen Infektanfälligkeiten. So leiden Kleinkinder öfter an Mittelohrentzündungen, Magen-Darm-Infekten und anderen infektiösen Erkrankungen.  Das Immunsystem ist durch die erhöhte Ausschüttung des Stresshormons deutlich geschwächt.  Zudem werden langfristig Störungen im Nervensystem festgestellt die wiederum spätere  Verhaltensauffälligkeiten nach sich ziehen.  

Bei Kindern die aus der Krippe abgeholt wurden äußerten sich diese Verhaltensauffälligkeiten in Form von Quengeligkeit. Die Eltern berichteten dass sie Mühe hatten ihr Kind zu beruhigen. Die Phase dauerte ca. eine halbe Stunde lang, dies  führt man auf den langsamen Abstieg des Hormons zurück.  Kinder im Alter von 1-4 Jahren zeigen nach außen kaum Auffälligkeiten dass man erkennen könnte das sie unter Anspannung stehen, so wurde lange davon ausgegangen, dass sie deswegen auch keinen Schaden nehmen würden. Nach der Entdeckung des Hormons Cortisol kann diese Behauptung nun eindeutig widerlegt werden. Was einem der gesunde Menschenversand vermutlich schon immer sagte, muss heute erst durch Studien belegt werden, das ist traurig.

Lange konnte der Cortisolwert nur durch Blutabnahme bestimmt werden, heute ist es bereits durch einen Speicheltest möglich. 

Bei betroffenen Jugendlichen wurde eine vermehrte Neigung zu Aggressionen und unvorhersehbaren Reaktionen festgestellt. Die Pubertät sowie andere Aspekte, wie unterschiedliche soziale Verhältnisse oder auch frühkindliche Erlebnisse von Gewalt wurden dabei heraus gerechnet um den „puren“ Wert zu erhalten. Und dieser lässt alarmierende Auffälligkeiten erkennen. Nicht bei allen Jugendlichen kommt es zu solchen Verhaltensauffälligkeiten, aber im Vergleich zu Kindern die in ihrer gewohnten Umgebung aufgewachsen und betreut wurden, deutlich mehr.   

Das rührt daher dass Stress in der frühkindlichen Lebensphase empfindliche Strukturen (auch) im Gehirn beeinträchtigen und auch schädigen kann, die Folgen für das spätere Leben,  wird mit vermehrter Neigung zu Depressionen  führen.

Das Beste für ein Kind, in den ersten 3-4 Lebensjahren, ist noch immer die Obhut der Familie im Besonderen der Bezug zur Mutter und seiner gewohnten Umgebung.  Besonders gefährdet sind Kinder im Alter von 2 und drei Jahren. Alles andere was behauptet wird, Kinder würden keinen Schaden nehmen, würden sie außerhalb des gewohnten und vertrauen Umfeldes erzogen bzw. betreut werden, wurde mit dieser Studie widerlegt.

Petra Hanse

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Gesundheitsberaterin mit sozialem Engagement
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