Das ätherische Pfefferminzöl

Pfefferminze Das ätherische Pfefferminzöl wird aus Pfefferminzblättern gewonnen. Es gibt zahlreiche Minzesorten und jede Sorte hat für sich seine Eigenschaften. Wir bleiben jedoch bei der Pfefferminze (Mentha piperita).

Ätherisches Pfefferminzöl wird ähnlich angewendet wie die Blätter aus welchen es gewonnen wird, aber die ätherische Essenz ist in seinen Anwendungen wesentlich breiter gefächert. Es wirkt antiseptisch, krampflösend, schleimlösend, regt den Gallenfluss und den Lymphfluss an. Auf der geistigen Ebene wirkt es erfrischend, konzentrationsfördernd und gedächtnisstärkend. Auf die Haut wiederum entspannend, antiseptisch, abwehrsteigernd und sogar insektenabwehrend.

Bei Kindern unter sechs Jahren sollte Pfefferminzöl jedoch nicht zum Einsatz kommen, auch nicht wenn man von Heuschnupfen geplagt ist. Ebensowenig empfehlenswert ist es während einer Behandlung mit Homöopathischen Mitteln oder bei Gallenblasenentzündungen und schweren Leberschäden. Bei Schwangerschaft streiten sich die Geister, die einen sagen „ja“ die anderen raten vor einem Gebrauch des Pfefferminzöls ab. Sicherheitshalber rate auch ich davon ab, gerade in der Schwangerschaft sollte man keine Experimente starten.

Zur äußeren Anwendung eignet es sich besonders bei Prellungen, Muskelverspannungen, Rheuma, Hexenschuss, Gelenkschmerzen und Spannungskopfschmerzen. Bei Migräne hilft es weniger bis gar nicht, auch wenn es oftmals in Büchern zu ätherischen Essenzen erwähnt wird.

Zur äußerlichen Anwendung geben Sie auf ein Trägeröl, das kann Jojobaöl sein aber auch Sonnenblumenöl, je nach dem was sie greifbar haben, nur wenige Tropfen wie folgt:

Drei Tropfen Pfefferminzöl auf 10ml Trägeröl und die Stellen damit einreiben.

Bei Spannungskopfschmerzen: Zehnprozentiges Pfefferminzöl das heißt: 10ml Trägeröl 20 Tropfen Pfefferminze. Damit massieren Sie Schläfen und die Schulter Nackenpartie. Die schmerzstillenden Eigenschaften sind hier so hoch wie die Einnahme zweier Tabletten mit dem Wirkstoff Paracetamol.

Bei Erkältungskrankheiten zum inhalieren verwenden Sie einen Tropfen Pfefferminzöl auf zwei Liter heißes Wasser, hier empfiehlt es sich ebenfalls die Essenz zu emulgieren, z.B. mit Milch, Sahne oder Weingeist.

Als Erkältungsbad eignet sich die Pfefferminze ebenfalls, hier benötigen Sie lediglich zwei bis drei Tropfen der ätherischen Essenz, diese emulgieren Sie vorher ebenfalls mit einer halben Tasse Sahne, Milch oder auch einem Esslöffel Weingeist.

Man kann das ätherische Öl auch innerlich anwenden, hier ist jedoch Vorsicht geboten. Niemals zu viel einnehmen. Hier wirkt es wie die Blätter bei Magen und Darmbeschwerden, sowie bei Übelkeit. Übelkeit die plötzlich auftritt kann durch einen Tropfen auf ein Taschentuch gegeben, schnell abgeholfen werden, indem man daran riecht, jedoch bitte nur, wenn man es auch möchte, zwingen Sie bitte nie jemandem zu „seinem Glück“. Ätherische Essenzen bitte niemals in die Augen kommen lassen!

Hier noch die Dosierung bei innerlicher Anwendung: Verdünnen sie die ätherische Essenz mit Alkohol. 15 Tropfen Essenz auf 50ml Alkohol. Hiervon 5-15 Tropfen in ein Glas Wasser geben und schluckweise trinken. Natürlich nur, wenn Sie kein Problem mit Alkohol haben, ansonsten bitte nicht verwenden. Wenn Sie kein Öl mögen, können Sie diese Dosis  auch bei äußeren Anwendungen verwenden, wie z.B. bei Muskelkater.

Wenn Sie ein besonderes Mundwasser möchten, hier eignet sich die Pfefferminze ebenfalls, gerade auch durch seine antiseptische Wirkung und nicht zu letzt seine erfrischende Wirkung. Ein Tropfen reicht hier völlig aus.

Sie sehen also, so ein kleines Fläschchen ist vielseitig anzuwenden und allemal sein Geld wert. Denn bei ätherischen Essenzen heißt es: Weniger ist mehr.

Beim Kauf achten Sie bitte auf kontrollierte Ware, bestenfalls aus bkA (Biologisch kontrollierter Anbau) stammende Essenzen.

Lesen Sie zu diesem Artikel bitte auch “Heilkräuterverbot was ist dran?” unter: http://gesundheitsweg-online.eu/?p=63

Bleiben Sie gesund

Ihre

Petra Hanse

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Gesundheitsberaterin mit sozialem Engagement
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